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Wickelung in der geologischen Aufeinanderfolge des organischen Lebens. Hier haben wir Uebereinstimmung in einem zusammenhängenden Plane. Hier ist gerade jene Art von Aehnlichkeit in den Theilen, aber nur so viel und nicht mehr, als sie stets intelleetuelles, aus derselben Quelle entsprungnes Wirken charakterisirt. Wenn wir dieses große Epos des organischen Lebens in seiner Gesammtheit, so leicht und so mannichfaltig, ja sogar spielend in der Vielheit der Erscheinungen durchgeführt betrachten, so will es uns bedünken, als würden wir an die große Composition eines Dichters oder Tonkünstlers erinnert, in welcher der Grundton der Fundamentalharmonie durch alle Schattirungen des Rhythmus oder des Liedes hindurchklingt. So groß ist diese Freiheit, so unähnlich der physischen Evolution, daß wir endlose Widersprüche, endlose Störungen, erstaunliche Anachronismen in jener ununterbrochen sein wollenden Reihe fortschreitender Ereignisse finden, welche von den Vertretern des Transmutationsdogmas vertheidigt wird. Thiere, welche nach der Einfachheit und UnVollkommenheit ihrer Organisation die Ahnen sein müßten, kennt man als einer späteren Schöpfungsepoche angehörig, die vollkommen organisirten Typen erscheinen häusig zuerst und die einfachen später." „Jene Behauptung verträgt nun einmal keine ernste Prüfung. Sie ist eben eines von jenen eingebildeten Resultaten, welche aus der Ermittelung oder Darstellung eines großen Gesetzes folgen, den Geist fesseln und ihn verführen, das für Wahrheit zu nehmen, was er so gern für wahr halten möchte."
So weit Agafsiz in seinen allgemeinen Aeußerungen. Auf die Details, die zum Theil völlig neu sind und sehr vieles Interessante erhalten, können wir nicht eingehen. Jene allgemeine Gedanken haben viel für sich, scheinen uns aber doch noch sorgfältiger Prüfung durch Fachleute zu bedürfen, bevor wir ein Urtheil über sie fällen können, wo es dann Zeit sein wird, sich für oder gegen Darwin und seine Schule zu erklären.
Ms der Schweiz.
Aus unserer kleinen Republik ist in letzter Zeit eigentlich wenig Tröstliches zu vermelden. Der ewige Streit zwischen Religion und Staat hat zwar für den Augenblick aufgehört zu branden und zu toben, aber er wird wiederkehren, hier wie anderswo, und ist auch die Oberfläche scheinbar ruhiger geworden, so gährt und grollt es für den aufmerksamen Beobachter in der Tiefe