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Die Anfänge des eidgenössischen Wehrwesens in der Schweiz.
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sührung befähigt zu sein, und jeder bildet sich seine eigene Vorhut. Das Gros des Heeres (meist die Hälfte der Gesammtmacht) wurde grundsätzlich stets aus den Contingenten mehrerer Orte zusammengestoßen und dem Ge­walthaufen bei großer Stärke häufig eine Rottentiefe gegeben, welche über 20 Mann hinausging. Dazu zwang, wenn man den Haufen nicht theilen wollte, oft genug schon das Terrain. Denn eine Phalanx von 6000 Mann z. B. hatte bet 20 Mann Tiefe 300 Mann in der Front, und ent­wickelte, da für jeden Mann 3 Fuß Breite gerechnet wurde, bereits eine Frontausdehnung von 900 Fuß. Räume solcher Art fehlten aber nicht selten im Gebirgsland, und dann half man sich eben, indem man dem Hänfen größere Tiefe gab. Endlich wurde dies Verfahren sogar methodisch und der­art übertrieben, daß zu Anfang des 16. Jahrhunderts der gevierte Haufe, welcher ebensoviel Front als Tiefe hat, für die normale Stellung galt. Vorhut und Nachhut pflegten je ein Viertel der Gesammtmacht stark zu sein.

Was die Exerzierkunst betrifft, so läßt sich erkennen, daß die Schweizer das rottenweise Abbrechen und Aufmarschieren aus der und in die Phalanx wohl verstanden, daß sie zuweilen in der Ebene, um mehr Ter­rain einzunehmen und sie geschützt zu durchschreiten, das hohle Viereck und in reiner Defensive das Kreuz formirten. Das hohle Viereck wurde wol auch vorn offen gelassen, und dann marschirte zwischen den aus Vor- und Nachhut gebildeten Hörnern die Bagage. Das Kreuz wurde hergestellt, indem Vor- und Nachhut unmittelbar heranrückten an das Banner.

So war das schweizerische Wehrwesen beschaffen, als es in die Burgun­derkriege und mit ihnen in die weltgeschichtliche Periode der Eidgenossenschaft eintrat.

Line deutsche Ausgabe von Louis Ugassiz' Schöpfungsplan.

Der Schöpfungsplan. Vorlesungen über die natürlichen Grund­lagen der Verwandtschaft unter den Thieren. Von Louis Agassi z. Deut­sche Uebersetzung, durchgesehen und eingeführt von C. G. Giebel. Mit 60 Holzschnitten. Leipzig, Quandt und Händel, 1875.

Unter den Naturforschern unsrer Zeit haben wenige so umfassende und zugleich so gründliche Forschungen in der Zoologie und Paläontologie ge-