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Der Katholicismus und die Wohlfahrt der Völker. I.
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Aer Katholicismus und die Wohlfahrt der Wöt'Ker.

i.

Die folgenden Betrachtungen sind ein ausführlicher Auszug aus einem Artikel Emil de Laveleye's, der unter dem TitelI.e xroteLt-intismo (>t, lc cMwIieism« äans Ivurs rn-pports g-vee In. lidc-rtü et 1.i prospörito ües pvnplvs» im ersten Heft des laufenden Jahrgangs der ,Mvne ä« LÄLicinv'° erschien. Wir schließen uns den Gedanken desselben im Wesentlichen an und ergänzen die Beweisgründe für die in ihm ausgestellten Behauptungen hin und wieder durch Zusätze aus eigener Beobachtung. Gelegentlich, doch selten, werden wir auch in den Fall kommen, hervorheben zu müssen, daß die Regeln, die uns der Verfasser zeigt, einige Ausnahmen haben.

Der Verfasser unseres Artikels beginnt damit, daß er sich gegen die Mei­nung erklärt, die Ursachen des nicht zu leugnenden Rückganges der Völker lateinischer Race seien dem Blute, den Eigenschaften und Anlagen, kurz der Natur dieser Völkerfamilie zuzuschreiben. Er sagt: Gewiß hängt das Geschick der Nationen theilweise von ihrer körperlichen Beschaffenheit ab. Geht man gar auf die Urzeit zurück, so erklären sich die verschiedenen Schicksale derselben nur aus ihrer Race und ihrer Umgebung, mit andern Worten aus der Anlage und dem Wesen des betreffenden Menschenkreises auf der einen und aus dem Ein­flüsse der Natur, die ihn in seinem Wohnsitze umgiebt, des Klimas, der Land­schaft, der größeren oder geringeren Fruchtbarkeit des Bodens und dergl. auf der andern Seite. Bergvölker werden anderen Gepräges als Steppenvölker sein, die Bewohner warmer Länder werden ein anderes Wesen zeigen, als die der gemäßigten oder kalten Zone, die Inseln und Küstengegenden werden ein anderes Geschlecht herausbilden als die Regionen tief im Binnenlande. An­drerseits aber wird in den Urzeiten ganz entschieden auch die Race. die dann noch rein ist, die Körperbeschaffenheit, der Familiengeist der einzelnen Völker, für die Gestaltung der Geschicke derselben von bedeutendem Einflüsse sein. Aber heutzutage, wo es sich um Nationen handelt, deren Blut so gemischt ist, wie das der europäischen Völker, und die überdies; von einem und demselben Urvolke stammen, ist es äußerst schwierig, mit einiger wissenschaftlichen Sicherheit die socialen Zustände auf die Wirkung der Race zurückzuführen. Grenzbotm IV. 187S. 6