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nacht in die letztere Kategorie gehört, haben wir unserer Seits weder bejaht noch verneint, vielmehr ausdrücklich die Möglichkeit in Berechnung genommen, daß Herr v. M. selbst sich noch an die Spitze der Bewegung stellen, und dadurch die von der ganzen nationalen Partei so sehnlichst gewünschte Klärung unserer Situation herbeiführen könnte. Im Uebrigen sehen wir uns in thatsächlicher Beziehung zu der Bemerkung genöthigt, daß in dem angeführten Kortkampf'schen Almanach außer dem Nudolstädtischen Minister von Bertrab nur Herr v. M. sich als römischen Katholiken eingetragen hat, während sämmtliche übrigen katholischen Mitglieder des Bundesraths entweder die Angabe der Confession wegließen oder sich einfach als Katholiken bezeichneten. Daß aber das Wort römisch-katholisch dermalen den Gegensatz nicht blos zu den Altkatholiken sondern ganz besonders zu den Staatskatholiken ausspricht, ist bekannt, und hat deßhalb eben das Verfahren des Herrn v. M. die von uns angeführte Deutung in der katholischen Presse erfahren.
Die Thatsache, daß das Einführungsgesetz zur Civilehe vorher dem Bischof zur Genehmigung vorgelegt worden, haben wir ausdrücklich als der klerikalen Presse entnommen angeführt, welche das Ministerium einstimmig unter. Hervorhebung des Gegensatzes zu dem Verhalten der Preußischen Regierung belobt hat, ohne daß man seither für nöthig befunden hatte, sich gegen diese Darstellung der ultramontanen Presse zu verwahren. «.
Ariese aus der Kaiserjiadt.
Berlin, 2. Mai.
So haben wir denn auch in Berlin einen Vorgeschmack des Bayreuther Bühnenfestspielö gehabt. Richard Wagner hat uns einige Bruchstücke aus seiner „Götterdämmerung" vorgeführt, nachdem er denselben Versuch in Wien gemacht hatte. Man erzählt sich, der Dichter-Componist habe sich nach langem Widerstreben zu diesem Experiment entschlossen; nur die bittere Nothwendigkeit, auf diese Weise einen Theil der zur Ausführung seines Riesenunternehmens noch fehlenden Mittel zu beschaffen, habe ihn dazu gedrängt. In der That, kein Anderer mag wie der Schöpfer des gewaltigen Werkes selbst empfinden, wie wenig das Wesen desselben aus diesen spärlichen Splittern heraus erfaßt werden kann. Und außerdem: wie reimt sich das Wagner'sche Drama zum Concertsaal? Man weiß, welch' hervorragende Rolle grade im „Ring des Nibelungen" der Scenerie zugewiesen ist. Ohne die lebendige Anschauung derselben ist die Musik kaum verständlich; die durch einige, dem Text beigefügte beschreibende Bemerkungen angeleitete Phantasie kann immer nur einen