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steigt das herabgedrückte Wasser wieder in die Höhe und die Isothermen entsprechen in ihrer Lage denselben Schichten, die in der Section 1000 Seemeilen südlicher vorgefunden werden. In der Region, wo der Golfstrom gegen die Küsten Europas drängt, ist wieder eine Alteration der Isothermen wahrzunehmen. Dieser Strom wird nämlich von den Küsten Europas zurückgeworfen, dringt sodann, obwohl er bereits 15° seiner Temperatur verloren hat, mit seinen wärmeren Wassern in die kälteren Schichten ein und bewirkt so, daß die Isotherme 43" F., welche etwa dem Gebiete in 350 Faden Tiefe angehört, bis auf 700 Faden hinabgeht, also diese Schichten um etwa 3 Grad über den Normal-Wärmestand erhöht. Der Einfluß des Golfstroms erreicht in der Bai von Biscaya selbst noch die Schichten am Boden, so daß diese um 1« wärmer sind, als in der Normalzone, während das Wasser z. B. an den nordamerikanischen Ostküsten in den Schichten am Meeresboden um 2.z<> kälter ist, als unterm Aequator, Dank dem Einflüsse der Gewässer des in der Tiefe hinstreichenden arktischen Stroms.
Es ergiebt sich aus diesen Feststellungen die interessante Thatsache, daß zwischen Amerika und den Azoren ein ungeheures Warmwasser-Reservoir existirt. dessen Flächeninhalt etwa 2 Millionen Quadratmeilen (engl.) und dessen Tiefe 1000 Fuß beträgt, — Mächtigkeitsverhältnisse, welche den erheblichen Einfluß dieses Bassins auf die klimatischen Verhältnisse West-Europas erklärlich machen^
Die Bassins des südatlantischen Oceans sind zum Theil nicht unerheblich ^Iter, als die entsprechenden Schichten des Nord-Atlantic; immer aber zeigen ste noch einen höheren Temperaturstand, als den der äquatorialen Gewässer.
Am 17. December 1873 setzte der „Challenger" seine Reise von der Simons-Bai (südlichsten Bai des Kaplandes) nach Kerguelens-Land fort. Um auch im indischen Ocean seine Tiefseeforschungen vorzunehmen, welche die Serechte Aufmerksamkeit der wissenschaftlichen Kreise verdienen.
G. T.
Der obligatorische Unterricht in der französischen Sprache im Hroszherzogthum Luxemburg.
Wir Luxemburger sind nicht in demselben Falle, wie die Bewohner der ^euen Reichslande in Elsaß-Lothringen, wir haben nicht während des letzten -^hrhunderts zu Frankreich gehört, und dennoch ist bei uns der Unterricht ^er französischen Sprache obligatorisch in den Primärschulen. Freilich! unsere ^ransquillons. welche schon die Sache wissen müssen, behaupten ja auch, wir seien Franzosen durch und durch, mit Leib und Seele, und unsere Bauern,