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Frankreich im Jahr 1871 : Rückblicke auf die Zeit seit dem großen Kriege : 2. Thiers´ Handelspolitik. Die Prätendenten.
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schätzet, auf der andern Seite der Schreiber kleiner Artikel und Geschichten pro clomo! Aber während der fusionisttsche Bischof von Orleans, der schmäh­licher Weise auch Mitglied der Akademie ist, die Wahl des Herzogs von Anmale gan^ in der Oid^ung fand, ward er durch diejenige Littr^'s völlig in Tollwuth versetzt. Im Jahre 1863, als Littre"s Candidatur zuerst auftrat, hatten es die .gemeinen Denunciationen des Mannes vom heiligen Tornister noch ver­mocht, die großen Gelehrten aus der Akademie auszuschließen. Jetzt nicht mehr! trotz Syllabus und Jnfallibilität. Das war mehr, als Sanct Dupan- loup ertragen konnte. Der Mann Littre', diese rothe Fahne, machte auf ihn den Eindruck als wenn er ein wirklicher Stier gewesen wäre. Er gab seine Demission ein; diese ward aber von der invaliden Akademie nicht an­genommen.

Iriefe aus der Kaiseistadt.

Berlin, 14. Juni.

Die Politik feiert. Zwar erzählen uns die Eingeweihten, daß der hohe Bundesrath seine den profanen Blicken entzogene Thätigkeit noch emsig fort­setzt, diplomatische Hellseher wissen von allerlei Plänen zu künden, die der leider noch immer nicht ganz genesene Reichskanzler im Schatten seiner Zurückgezogenheit schmieden soll und die Pariser Journale benachrichtigen uns alles Ernstes, daß in der deutschen Hauptstadt zur Zeit nichts Geringeres betrieben wird, als die Erhebung des Prinzen Friedrich Karl auf den spanischen Königsthron. Nichtsdestoweniger ist ganz Berlin darin einver­standen, daß die politische saison mvrts begonnen hat. Einen deutlicheren Beweis, daß der Parlamentarismus in unserm öffentlichen Leben der Haupt- faetor geworden ist, kann es nicht geben. Seit die Arena am Dönhofsplatze geschlossen und der Lärm der Kämpfenden verhallt ist, fühlt sich der gewissen­hafte Staatsbürger berechtigt, nun auch einmal der harmloseren und an­genehmeren Seiten des Erdendaseins sein Auge zuzuwenden. Alle Berech­nungen für die nächste Zukunft pflegen in der Frage zusammenzulaufen: wann werden wir das staubige Berlin verlassen können? Glücklich Alle, denen es vergönnt ist, ein schmuckes Waldland aufsuchen und am Busen der Mutter Erde in vollen Zügen Verjüngung trinken zu können, bis der Herbst­wind und die fallenden Blätter von Neuem an des Lebens Ernst gemahnen. Inzwischen suchen wir Zurückbleibenden uns einzurichten, so gut es eben