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Ueber einige Mosaikfußböden des 11. und 12. Jahrhunderts.
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Ueber einige "Mosaikfußböden des 11. und 12. Jahrhunderts.

Das vor Kurzem ausgegebene, schon seit langer Zeit vorher angekündigte Winckelmannsprogrcunm des Vereins der Alterthumsfreunde im Rheinlande (Aus'm Weerth, der Mosaikboden in St. Gereon zu Köln, restaurirt und ge­zeichnet von Toni Avenarius, nebst den damit verwandten Mosaikböden Italiens, Bonn 1872 und 1873, fol.) giebt mir Gelegenheit mit wenigen Worten auf einige darin erwähnte besonders interessante Monumente hinzu­weisen, sowie einige Beiträge zum Verständniß derselben zu liefern und kleinere Irrthümer zu berichtigen.

Als 1868 der allgemeine internationale Congreß für Geschichte und Alter- thumswissenschaft in Bonn zusammentrat, wollte man, um ihm etwas neues zu bieten, die Mosaikfragmente, die im Fußboden von St. Gereon in Köln lagen, zusammenstellen und nach Möglichkeit ergänzen. Die schon damals beabsichtigte Publikation des wiederhergestellten Monuments unterblieb jedoch, wahrscheinlich wegen Ausbruch des Krieges, und nahm dann durch die Reisen des Prof. Aus'm Weerth eine ganz neue Gestalt an. Derselbe hatte nämlich in einer Reihe oberitalienischer Städte viele ganz oder theilweise der gelehrten Welt unbekannte Mosaike gefunden, die nach ihrer Technik und den darge­stellten Stoffen von dem Kölnischen nicht zu trennen schienen, und durch welche eine ziemlich genaue Zeitbestimmung des einzigen augenblicklich in Deutschland vorhandenen mittelalterlichen Mosaikbodens möglich wurde. So haben wir das Kölnische Mosaik freilich später, als ursprünglich zu erwarten war, kennen Zu lernen Gelegenheit gehabt, dafür wird uns aber in den beigegebenen 12 Tafeln und vielen in den Text gedruckten Holzschnitten eine in jeder Hin­sicht wichtige und interessante Reihe von oberitalienischen Mosaiken gegeben, für deren Auffindung und Zusammenstellung wir Herrn Prof. Aus'm Weerth, und für deren Publikation wir dem rheinischen Verein Dank wissen müssen. Auch der beigefügte Text hat natürlich seine großen Verdienste: wir lernen daraus noch eine große Anzahl anderer nicht abbildlich gegebener Mosaike kennen und sehen uns den Zusammenhang vorführen, in welchem die einzelnen zu einander stehen. Leider hat der Herr Verfasser, wie es scheint und wie es auch aus einer Schlußbemerkung, worin er schon jetzt Nachträge verspricht, hervorgeht, mit großer Eile bei Abfassung des Textes zu Werke gehen müssen;

Greiizboten ll. I87i. 21