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Pariser Bilder.
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abgegrenzt findet, damit er sich keine feindlichen Uebergriffe in das nachbar­liche Gebiet erlaube.

Auf die Straße zurückgetreten, widmen wir noch einen Blick dem blühen­den Handel der Rue Maubuee. Gewöhnlich wechselt in den Erdgeschossen eine wohlriechende Garküche mit einem Trödelladen oder einem anderen indu­striellen Etablissement ab, und die Mannigfaltigkeit der Artikel, die hier dem Liebhaber angeboten werden, sucht in der That ihres Gleichen. Hier verkauft man alle möglichen und unmöglichen Wirthschaftsutensilien, die von der so­genannten besseren Welt bereits als dienstuntauglich ausrangirt wurden: ab­getragene Kleidungsstücke, alte Eisen- und Messingwaaren in wunderbar bun­tem Gemisch, durchlöcherte Ofenröhren, alte Stiefelschäfte, aus alten Stricken fabricirte Hede, alte Säcke, die zur Fertigung von Scheuerwischen dienen u. s. w.; selbst die Auslese aus dem Straßenkehricht ist hier nicht verloren, ein genialer Handelsgeist weiß auch diese zu verwerthen. Freilich sieht es ge­rade nicht sehr einladend aus, wenn man hie und da in einem der Erdge­schosse einige schmierige Weiber an einem hohen Lumpenhausen arbeitend knien sieht, um eine Klassifikation der schmutzigen Artikel auszuführen. Her­vorzuheben ist noch, daß jedes der angedeuteten Handelsobjekte mehrere Budiken einnimmt, und daß eine heiße Konkurrenz unter den Geschäftsmännern be­steht, die sich diesem Handel widmen. Man kann sich denken, daß die Lum­pensammler sich seitens jener Großhändler einer ganz besonders aufmerksamen und zuvorkommenden Behandlung erfreuen, und daß bei diesem Importge­schäft gleichzeitig die Schenkwirthe ein nicht unbedeutendes Geschäft machen.

Nach diesen verschiedenen Beobachtungen und Betrachtungen ist es uns endlich gelungen, durch die Rue de Venise, welche die Rue Brise-Miche an Enge und widerlichem Duft womöglich noch übertrifft, in die Rambuteau- Straße zu debouchiren, wo wir es uns denn zunächst angelegen sein lassen, unsere Geruchs- und Athmungswerkzeuge wieder in eine etwas normalere Thätigkeit zu setzen, wie auch unsere Augen wieder an einen menschenwür­digeren Gesichtskreis zu gewöhnen. Gustav Krause.

Dom deutschen Aeichstag.

Berlin. 29. März 1874. Von den Arbeitsgegenständen des Reichstages in dieser Woche können wir die meisten sehr kurz behandeln. Die zweite Berathung des Preßgesetzes ist zu Ende gelangt. Was bei den angenommenen Voraussetzungen heraus­kommen konnte, ist berausgetommen, und was davon zu denken, habe ich bereits hier ausgeführt. Es wird der Presse mit diesem Gesetz gehen, wie