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Ein Schlußwort über Kirche und Staat in den Vereinigten Staaten.
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mehr aber muß man Verhältnisse dieser Art in Masse zerstören und sieht sich genöthigt, unsägliches Elend über Tausende von Familien zu bringen." Sv hatte der Referent allerdings Grund, zu behaupten. Amerika habe den Mor­monen eine Freistätte gewährt, oder vielmehr im christlichen Europa würde ihnen eine solche nicht geöffnet worden sein. Und Herr Dr. Thompson sollte nicht als europäische Parallele das Regiment der Wiedertäufer in Münster, das vom 8. Februar 1634 bis zum 25. Juni 1635 gedauert hat, herbeiziehen.

Herr Dr. Thompson hat es offenbar dem Referenten sehr übel genommen, daß er Amerika Erzeugnisse von klassischer Originalität auf dem Gebiet der Kirche, Kunst und Wissenschaft abgesprochen hat, und eine Menge von lite­rarischen Werken genannt, welche auf diesen Ruhm Anspruch erheben dürften. Hier liegt offenbar ein Mißverständniß vor. Referent ist weit davon entfernt, zu meinen, daß in Amerika keine ausgezeichneten literarischen Leistungen her­vorgebracht seien, das Gegentheil gesteht er gern zu, nur den Gedanken wollte er aussprechen, daß Amerika keine Werke erzeugt habe, durch welche der Wissenschaft und Kunst neue Bahnen zugewiesen wurden, welche das geistige Leben einer Generation bestimmten, deren Verfasser die Geschichte in die Reihe der.Classiker aufgenommen hat. An solchen Männern hat es auf den ge­nannten Gebieten Amerikas bis jetzt noch gefehlt und wird es wohl noch einige Zeit ihm fehlen. Die Kultur Amerikas ist noch zu jung, als daß wir andere Erwartungen hegen und höhere Forderungen stellen dürften.

Schließlich bittet der Referent ihm den Flüchtigkeitsfehler zu verzeihen, daß er den Herrn Verfasser als Baptistenprediger bezeichnet hat, während er Congregationalistenprediger ist. Der Referent hat nirgends die Congregatio- nalisten und Baptisten identisicirt, der Unterschied zwischen beiden Religions­gemeinschaften ist allgemein bekannt, und der Referent hat auch in einem Citat aus der Schrift des Herrn Verfassers beide von einander gesondert.")

In den russischen Wseeprovinzen.**)

Der verdiente magyarische Sprachforscher, deutscher Abstammung (Hains- dorfer), dessen tüchtige Werke über die finnische Sprache, die Wogulen u. s. w. unter allen Fachgelehrten mit Recht großes Aussehen erregten, führt uns im

') S. 447 des Referats.

") Reise in den Ostseeprovinzen Rußlands. Von Paul Hunfalvy. Frei aus dem Unga­rischen (sio!). Leipzig. Verlag von Duncker K Humblot. l«74. Preis 1 Thlr. 20 Groschen.