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schen Reiches so lauten Ausdruck gegeben, wird gemildert durch 'den Trost, daß König Albert im Sinne seines erlauchten Vaters regieren werde. Die hohen Mannestugenden, welche den neuen König Sachsens zieren, leben im Munde des ganzen deutschen Volkes. Er hat vor seinem verblichenen Vater voraus, daß seine Jugend und Manneskraft in die moderne Zeit fällt, daß er deutsche Heere gegen den Erbfeind geführt und die Grundlage des deutschen Staates persönlich mit erstritten hat. Möge ein langer blühender Friede dem Könige für das lohnen, was der Kronprinz uns errang. Möge ihn die Liebe des Landes und das gute Einvernehmen mit den Gewalten des Reiches stets so treu geleiten wie seinen Heimgegangenen Vater!
Kirche und Staat in den gereinigten Staaten von
Amerika.
Von Dr. Jos. P. Thompson.
Der ebenso verständnißvolle und unparteiische, als klare und anerkennende Artikel Prof. H. Jacooi's in den Grenzboten III. S. 441. über obiges Thema verdient den warmen Dank des Verfassers jenes kleinen Buches, an dessen Hand die betreffenden Bemerkungen gemacht waren, erfordert aber zu gleicher Zeit einige Nachträge, die in dem Werke selbst nicht Platz gefunden haben. Zunächst bittet der Autor zu bemerken, daß er nicht Baptist ist, sondern sein ganzes Leben lang zur congregationalistischen Kirche gehört hat, einer Kirchengemeinde die augenscheinlich in Deutschland wenig gekannt wird. Congre- gationalisten würden zwar dem Wortsinn nach auch die Baptisten wie die Unitarier genannt werden können, da irv beiden Neligionsgesellschaften, jede Gemeinde unabhängig ist, selbständig ihre Beamten wählt, und ihre kirchlichen Angelegenheiten regelt. Doch sind Baptisten durch den besonderen Ritus ihrer Taufe, Unitarier durch ihr besonderes Dogma charakterisirt, während congregationalistische Gemeinden im eigentlichen Sinne solche sind, die neben der Unabhängigkeit der einzelnen Gemeinden die Kindertaufe und als Glaubensnorm das Evangelium adoptirt haben. Sie haben im Ganzen das, was in Deutschland der Protestantenverein erstrebt, nämlich Freiheit jedes Einzelnen sich über die untergeordneteren Dogmen eine eigne Meinung zu bilden, so lange der Boden des Evangeliums nicht verlassen wird.