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Ausführlichkeit entspricht doch nicht ganz der Bedeutung der Sache selbst; die wenig erquicklichen und für das spezifisch-kirchliche Wesen ziemlich geringfügigen Vorfälle des 17. Jahrhunderts nehmen zu viel Raum ein, mehr als ihnen gebührt: was sich hier sparen ließ, hätte der älteren Kirche geschenkt werden können.
Die neueste Zeit stellen die letzten Bände dar, der sechste das 18., der siebente das 19. Jahrhundert. Wenn dem Bilde der Aufklärung des vorigen und der religiösen Und kirchlichen Wiederbelebung dieses Jahrhunderts manche feine und geistreiche Züge nachgesagt werden können, so ist es doch nicht überraschend, daß über die Theologen unseres Jahrhunderts die Urtheile des Verfassers vielfach anzufechten wären. Der persönliche subjective Standpunkt macht sich hier am ehesten fühlbar, doch ist Maß und Milde auch hier nicht zu verkennen.
Unsere Zeit sieht, mit einiger Ueberraschung über sich selbst, kirchlichen Fragen ihr Interesse neu zugewendet. Wie mancher „gebildete" Mensch wird heute oft in Verlegenheit sein, über kirchengeschichtliche Dinge reden zu hören oder auch selbst mit zu reden sich verpflichtet fühlen, ohne daß er die nöthige Kenntniß besitzt! Nicht alle „Gebildeten" gerathen dadurch in Verlegenheit; über Kirche und Kirchengeschichte läßt sich am Ende auch plaudern, ohne etwas davon zu wissen oder zu verstehen, nicht besser und nicht schlechter als über jedes andere beliebige Thema. Aber vielleicht erwacht doch auch in Manchem unserer Leser — (wir sind nicht so höflich zu sagen, in allen unseren Lesern) — das Verlangen, ein kirchengeschichtliches Buch bisweilen zu Rathe zu ziehen. Für solchen Fall empfehlen wir unseren Freunden die Vorlesungen Hagenbach's über Kirchengeschichte.
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Im Geschichte und Kritik des Mticanischen goncils.
Theodor Frommann. Geschichte und Kritik des Baticanischen Concils von 1869 und 1870. Gotha. F. A. Perthes 1873.
Das vaticanische Concil von 1869 und 1870 und seine unmittelbare Folge, der Altkatholicismus in Deutschland, hat schon eine große Literatur hervorgerufen, welche die auf dem Concile erörterten Fragen in lebhafter Polemik weiter discutirt. Der Bedeutung der Tragweite dieser Fragen für das