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der Staatsregierung volle Genugthuung aussprechen. Wenn man sich erinnert, daß in dieser Session die Kreisordnung zu Stande gekommen ist und die Kirchengesetze, ein wohlthätiges Steuerreformgesetz und eine erhebliche Aufbesserung der Beamtengehalte; daß die Anregung zu einer ganz neuen Politik in Bezug auf die Eisenbahnen und den Aktten'betrieb industrieller Unternehmungen überhaupt mit nachhaltiger Wirkung, wie zu hoffen steht, gegeben worden ist, eine Anregung, die uns vielleicht vor verderblichen Schäden und tief bedrohlichen Gefahren behütet; wenn man die finanzielle Begründung eines großen Eisenbahnbaues von hoher politischer Bedeutung hinzunimmt; wenn man dieß Alles erwägt, so wird man die geschlossene Session, welche die letzte der im unvergesslichen Jahr 1870 begonnenen Legislaturperiode war, zu den gehaltvollsten und früchtereichsten Abschnitttn rechnen müssen, die in der Geschichte des preußischen Landtags vorgekommen sind. Mit Recht schreibt die Staatsregierung diese großen Erfolge dem Walten des Geistes zu, den die unvergleichlichen Ereignisse von 1870 und 1871 geweckt. Mit Recht hegt die Staatsregierung die Erwartung, daß dieser Geist im Leben des preußischen Staates lebendig bleiben und' fortfahren wird, seine Früchte zu tragen: der Geist, der das Äuge für große Ziele schärft und den Willen lenkt, für diese Ziele Alles zurücktreten zu lassen, was nicht selbst dem Gebot des höchsten Zweckes entstammt. Aus diesem Geist ergibt sich die feste und vertrauensvolle Gemeinschaft des großen Theiles der Landesvertretung untereinander und mit der Staatsregierung. —
Da der Reichstag seinerseits in dieser Woche nur wenige Sitzungen gehalten, so mag der Bericht über dieselben mit dem über die nächstwöchentlichen zusammengefaßt werden. v — r.
Me Krisis in Frankreich.
Versailles, den 26. Mai.
Der Präsident ist gestürzt, es lebe der Präsident! Das ist der Lauf der Dinge bei uns; was "kommt darauf an, ob er Thiers oder Mac-Mahon heißt? Namen sind uns Dunst. Auf die Sache allein kommt es uns an. Auf welche Sache? Auf ewigen Wechsel. Morgen rufen sie vielleicht schon vive Is roi! Warum? Weil es was neues ist, und weil — doch davon später, — Ich stand auf dem Schloßhofe, kurz nach der Katastrophe, in tiefer Nacht. Ich hatte ausgehalten, aushalten müssen. Der Platz, den mir pörg ü,-g.u in der Tribüne der ^ssemdlös hier verschafft hatte, war so weit vorn, daß der Rückzug nicht zu erzwingen war. Es war die Lage von Bourbaki an der Schweizergrenze. Tiefstill waren rings um mich die Bewunderer des „pötit donkommo", des Präsidenten Thiers, geworden. Als endlich in wildem Chaos der eiserne Ring meiner Belagerer den Ausgängen zustürzte, und mich gleichfalls ins Freie riß, war Volk und Stadt in zwei feindliche Hälften getheilt. Rechts von der Avenue de Paris lauter Jubel über den jähen Wandel der Dinge, den Sieg der Rechten, „l'ing.ugurg,tion <l<z lg. monarekio". Hier wohnen die Pensionaire des Kaiserreichs, der Julidynastie, u. s. w.,