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Eine politisch-literarische Fehde im alten Athen.
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sein unerschöpflicher Witz, der Muth, mit dem er für seine Ueberzeugung ficht, der sittliche Gehalt seiner Gesinnung.

Aber sollen wir in Kleon nichts als Bosheit, als Schurkerei sehen, sollen wir ihn für das Scheusal halten, als welches ihn Aristophanes hinstellt? Es gab Zeiten, wo man so verfuhr, wo man nach den Angaben des Komikers sich den Charakter Kleon's zeichnete. Neuerdings hat man einen anderen und ohne Frage viel richtigeren Weg der Beurtheilung eingeschlagen. Man hat geltend gemacht, daß Aristophanes Parteimann, leidenschaftlicher Parteimann war, daß es ihm auf eine Handvoll wirksamer Insinuationen mehr oder weniger nicht ankam, daß er selbst beim besten Willen nicht im Stande ge­wesen wäre, seinem Gegner volle Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, und endlich, daß dieser Kleon, so verwerflich er auch in seinem Privatleben sein mochte und so viel Unglück er auch über den Staat gebracht hat. doch gerade in seiner politischen Stellung viel Zeitgemäßes, durch die Entwickelung der Dinge Gebotenes und dem Staate Ersprießliches gewirkt haben muß, weil es sonst nicht zu erklären wäre, wie er so vielen Gegnern zum Trotz sieben Jahre lang mit despotischer Willkür im Freistaat herrschen konnte.

So wenig wir also einerseits ein Recht haben, die Aristophanische Komödie als lautere Geschichtsquelle zu betrachten, so wenig sind wir andrer­seits geneigt, uns durch die Erwägung ihrer historischen Unzuverlässigkeit den ästhetischen Genuß daran verleiden zu lassen. Und daß zur Erhöhung des letzteren der Kampf zwischen Aristophanes und Kleon ganz wesentlich beiträgt, das wird Jeder einräumen, der in die Werke des großen Poeten auch nur einen flüchtigen Blick geworfen hat. Kleon kann einem leid thun, daß er so übel zugerichtet, so unsterblich blamirt ist, wir glauben aber, ein ähnliches Schicksal würde auch manchen besseren Staatsmann treffen, der einen Aristo­phanes zum Feinde hätte.

Die Einrichtung und Ausstattung unsrer Wohnungen

von R. Bergau. II.

(Schluß.)

Ich gehe nunmehr auf einige Einzelheiten in Betreff der Einrichtung und Ausstattung unsrer Wohnungen ein.

Es ist wol als Gesetz ausgesprochen worden, daß die Farben in einem Zimmer von unten nach oben aus dem Dunkeln in das Helle sich erheben