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Der Einzug des Kaisers Wilhelm in Petersburg.
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sich noch in keinem Frühjahr ja, wir sind noch im Winter so früh geöffnet haben wie dieß Mal, Kopf an Kopf gedrängt voll. Auf der linken Seite standen die Truppen vom Bahnhof bis zum Palais, ein Detachement von jeder Kompagnie sämmtlicher Regimenter, ohne Gewehr, nur mit der Seitenwaffe, die Musikcorps an der Spitze, die Offiziere, selbst die dienstfreien, auf dem rechten Flügel. Auf der rechten Seite hatte das Publikum Platz genommen; Tribünen und improvisirte Sitzplätze waren zu hohen Preisen ab­gegeben, selbst die Dächer hatten ihre Ausnutzung gefunden.

Unter den ununterbrochen sich fortsetzenden Klängen desHeil Dir im im Siegerkranz" und dem Hurrah der Menge fuhren die beiden Kaiser hin­durch. Freudig erglänzte das Antlitz Kaiser Wilhelms, als er diese Theil­nahme der Bevölkerung wahrnahm; freundlich grüßte und dankte er nach allen Seiten. Die neugierige und froh bewegte Menge ließ sich bald nicht mehr zurückhalten und drängte sich dicht an die Wagen heran, so daß der Zug auf der zweiten Hälfte des Weges langsamer fahren mußte. Es ist in der That eine wohlthuende und viel versprechende Wahrnehmung, zu sehen, daß das Volk das Verständniß für den Werth dieser Freundschaft der beiden Reiche hat und sich über dieselbe freut.

Unter dem Donner der Geschütze auf den Basteien der Peter-Pauls- Festung drüben auf dem andern Ufer unseres noch zugefrornen Newa-Stro­mes, gegenüber dem Winterpalais, betrat Kaiser Wilhelm die gastlichen Räume des Palastes. Hier hatte eine Compagnie vom Preobraschenskischen Garderegiment mit Fahnen und Musikeorps die Ehrenwache gegeben, aus dem Warschauer Bahnhof war es in gleicher Weise eine Compagnie vom Kalu- ga'schen Infanterieregiment des deutschen Kaisers und Königs von Preußen gewesen. Der Großfürst Nikolai, der dem Zuge vorausgeeilt war, stattete auch hier wieder selbst den Rapport ab. Die erste Mittagstafel war Fami­liendiner im Winterpalais. Abends war die Stadt glänzend illuminirt. Ein schöner Tag in der friedlichen Geschichte Deutschlands und Rußlands.*)

Jer neue IädeKer für Oesterreich und M-IeuMand.

Es mag noch heute für manche Kreise ein Ereigniß sein, wenn der neue Gothaische Almanach ausgegeben wird, viel wichtiger aber und in dieser Zeit der allgemeinern Reiselust von viel weiterreichender Bedeutung ist es sicherlich, wenn das rothe Buch, welches schon Hunderttausenden ein nützlicher und zu­verlässiger Reisebegleiter gewesen ist, in verjüngter Gestalt der Touristenwelt sich darbietet.

") Die weiteren Berichte unseres Correspondenten, welche ein vollständiges Bild der Kaiser- Wochen in Petersburg geben sollten, sind leider bis heute ausgeblieben. D. Red.