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in seinem preußischen Wochenblatt allwöchentlich den Unterschied hervorheben ließ zwischen constiiutiouell und parlamentarisch. Die parlamentarische Regierung, d. h. der Grundsatz, daß die Majorität des Abgeordnetenhauses das Verbleiben der Minister im Amte bestimmt, sollte damals nach Herrn von Grüner in Preußen durchaus nicht angebracht sein. Er war damals vielleicht sehr auf dem rechten Wege, und damals doch wie heute in der Opposition. Der Unterschied ist, damals hoffte er selbst Minister zu werden, heute kann er das nicht. Darum vertheidigt er heut eine Opposition, die nicht bloß ein- zelnen Maßregeln, auch nicht einmal bloß dem Ministerium, sondern der deutschen Nation und dem deutschen Staat principiell feindlich ist. Nichts führt die Menschen weiter als eine hoffnungslose Opposition, der sich freilich staatsmännische Naturen nie ergeben.
Fürst Bismarck hob abermals hervor, wie er zu weiten Zugeständnissen an das Papstthum geneigt gewesen, um den Frieden zu erhalten. Er betonte wieder, daß der Angriff von jener Seite erfolgt sei. Später wandte er sich an den Herrn von Kleist-Retzow, und bestritt demselben das Recht, seine Frak- tion im Herrenhause mit der conservativen Partei zu identificiren. Er nahm den Glauben in Anspruch, mit dem conservativen Theil der deutschen Nation im Ganzen und Großen vollständig überein zu stimmen. Wir finden diesen Glauben gerechtfertigt, und haben nur den Wunsch, daß jener konservative Theil des deutschen Volkes sich als aktuelle Partei organisiren möchte, als eine Partei, die bereit ist. Kaiser und Reich zu geben, was ihnen gebührt; die nie vergißt, was unter jeder Regierungsform gouvernementales Bedürfniß ist, und wessen die Monarchie insbesondere sich niemals entschlagen darf, wenn diese Institution den ihr eigenthümlichen Segen und ihre gedeihliche Wirksamkeit behalten soll; die überall ebenso national als eonservativ, ebenso antipartikularistisch als gouvernemental im Sinne einer mit großen Pflichten und daher auch mit den entsprechenden Rechten ausgestatteten Staatsge- walt ist. C — r.
Uns dem Keichslcmde.
Straßburg, Ende April. Wie hat sich die Physiognomie der Lage seit meinem letzten Briefe geändert! Damals ließ sich der.reichsländische Frühling recht sonnig an; An» zeichen eines nahen Sturmes fehlten allerdings nicht, aber sie schienen ausschließlich das ultiamontane Lager zu bedrohen. Inzwischen ist aus diesen