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Kritische Bemerkungen zu Goethe´s Biographieen : 1. Die Erwerbung des Gartens.
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Auch für allerlei Wirthschaftsutensilien hatte Herzog Karl August gesorgt. In eignem Futteral lag das große Tafelmesser. Von Gotha kam ein voll­ständiges Tafelservis für zwölf Personen, in dem allein 8 Fruchtkörbe waren. Zu demselben wurde auch das entsprechende Silberzeug, das in Weimar selbst hergestellt wurde, geliefert. Kurz, es fehlte nichts, was Goethe in seiner Garteneinsamkeit als Hausvater und Wirth, den er in reichlichem Maße viele Jahre seines Lebens, Dank der Munifieenz seines Herzogs und Freundes dort gespielt hat, hätte vermissen können.

Das war vor hundert Jahren die Stätte, von welcher der Dichter singen konnte:

Uebermüthig siehts nicht aus, Hohes Dach und niedrig Haus.

Geistig ging zugleich aldort Schaffen, Hegen, Wachsen fort!

Me Verdeutschung der Ortsnamen in Westpreuszen

und 'Uosen.

Von

Edwart Kattner.

Man darf wol annehmen, daß die Ansicht in Deutschland, namentlich in Preußen, jetzt allgemein verbreitet und zur herrschenden geworden ist, daß den preußischen Polen wie den Wenden, durch ihre Germanisirung eine Wohl­that erwiesen wird. Nicht bloß die Liberalen aller Schätzungen, sondern auch die Conservativen bekennen sich zu ihr, oder neigen sich wenigstens ihr zu. Nur die Ultramontanen hegen die zärtlichsten Empfindungen für das Polenthum und sein Fortbestehn; der Grund davon ist jedermann bekannt. Es gibt aber Viele, die noch weiter gehn, die es für eine Pflicht der preußi­schen Regierung ansetzn, in den polnischen Grenzgebieten zu germanisiren, einer­seits um die slavischen Staatsbürger an den Wohlthaten der Errungenschaften des deutschen Geistes vollen Antheil nehmen und auch an dessen ferneren Mühen und Arbeiten mittragen zu lassen, andrerseits um die unter ihnen vereinzelt leben­den Deutschen vor der Polonisirung und damit vor dem Zurücksinken auf eine niedrigere Culturstufe zu schützen.

Wer jetzt solche Ansichten ausspricht, wird auf deutscher Seite geringem Widerspruch begegnen. Anders vor wenigen Jahrzehnten. Von 1830 bis 1848 war in Deutschland Alles von Polenbewunderung und Polenbegeisterung voll; viele Deutsche betrachteten es als eine Ehre, sich selbst oder ihre Kinder