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Frühere Feldzüge Rußlands gegen Chiwa
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mit einer neuen russischen Invasion in Zusammenhang, welche an dem Wasser einen Stützpunkt haben würde; das wirkte abermals auf den Khan und er sandte 1842 eine Gesandtschaft nach Rußland, um mit diesem auf einen leid­lichen Nachbarfuß zu kommen. Lange hielt dies indeß nicht vor; die alten Menschenräubereien und Einfälle ins russische Gebiet erneuerten sich bald wie­der und dauerten bis auf unsre Tage.

Nußland begann unterdessen in Centralasien in anderer Richtung thätig vorzugehen. Chiwa blieb vor der Hand bei Seite liegen. Perowskr, immer noch Gouverneur in Orenburg. eroberte den unteren Sir-Daja und verwan­delte den heiligen Ort Ak Mesched (Weißes Grab) in das Fort, welches seinen Namen trägt. Er dräng dann weiter nach Kokau vor und traf unterwegs Gesandte Chiwas, welche ihn deßhalb interpelliren wollten. Er schickte die guten Leute mit dem Rathe zurücke sich nicht in die Angelegenheiten Rußlands zu mischen und die Chiwesen gingen (18S4) nach Constantinopel um sich den Beistand des Sultans zu erbitten. Der Fall Sebastvpols erregte in Chi­wa wohl Jubel und Freude; aber diese waren doch nur von kurzer Dauer. Kokan und Buchara, die Nachbarkhanate fielen vor Rußland und diesem Schick­sal wird jetzt unzweifelhaft auch Chiwa entgegen gehen.

a.

Socialdemokratisches aus der deutschen Vergangenheit.

1. Die Bauernschaft.

Die geschichtlichen Compendien späterer Generationen werden vielleicht, neben den nationalen Bestrebungen, die socialistischen Umtriebe unserer Zeit mit fetten Buchstaben an die Spitze der gegenwärtigen Periode setzen. Und zwar mit Recht; denn diese Krankheitssymptome sind dem gesellschaftlichen Körper der Gegenwart eigenthümlich. Die Gründe hierfür sind häufig genug erörtert, von der einen Seite aufgestellt und von der andern bestritten worden. Jedenfalls liegt das Zusammentreffen sehr verschiedenartiger Umstände vor. Ungleiche Vertheilung des Besitzes, überwiegender Einfluß des Capitals. Druck des besitzenden Arbeitgebers auf den besitzlosen Producenten, alles dieß hat nicht die gegenwärtige Zeit erst geschaffen, nur daß gegenwärtig größere Differenzen und drückendere Zustände eingetreten sind. Es kommt dazu eine Gesetzgebung, welche die individuelle Freiheit, die Lösung der gesellschaftlichen Schranken und Bänder begünstigt, welche die sociale Gruppirung völlig frei­giebt, weiter eine negirende, pietätslose Anschauungsweise seitens der arbeitenden Classe, eine gewisse Halbbildung, welche zum Reflektiren auffordert, während