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aufmerksam zu machen, um auch Andern eine ähnliche Freude zu verschaffen, wie ich selbst bei wiederholtem Anschauen derselben empfunden.
R. Berg au.
Stärke und Jertljeitung des deutschen und des polnischen
Elements in Oosen.
Seit dem Sturze des Cultusministers v. Mühler trat in der Politik der Preußischen Regierung, wie gegen die Ultramontanen, so Such gegen die Polen innerhalb der Staatsgrenzen ein bedeutender Umschwung ein. Niemals sind früher entschiedene Maßregeln ergriffen worden, um unter ihnen die deutsche Sprache zu verbreiten und sie dadurch zu ebenso guten Unterthanen zu machen, wie ihre deutschen Mitbürger. Wenn auch die verhältnißmäßig wenigen Polen, welche sich dem Staatsdienste widmeten, sich die herrschende Dienstsprache aneignen mußten, wenn auch eine höhere Bildung nur durch sie zu erreichen war und wenn auch die Nützlichkeit ihrer Kenntniß bei tausend Gelegenheiten des städtischen gewerblichen Verkehrs sie vielen Polen von geringerem Bildungsstande aufnöthigte, so verblieb doch die Masse des polnischen Volks von dieser Nöthigung und also auch von der Erlernung des Deutschen unberührt, und indem das junge Geschlecht stets nur in der Kenntniß des Polnischen aufwuchs und eben nur zum geringen Theil sich das Deutsche nachträglich aneignete, machte dieses entweder keine oder nur unerhebliche Fortschritte. Stellenweise hat es sogar an Boden verloren; das ist nach Richard Voekh namentlich in Oberschlesien geschehen, wo in ganzen Landstrecken jetzt nur polnisch gesprochen wird, während im 16. Jahrhundert dort die deutsche Zunge erschallte. Zu Ende ging dieser Proceß unter der preußischen Regierung, sogar noch in diesem Jahrhundert. Herbeigeführt wurde die Umwandlung hauptsächlich durch die katholische Geistlichkeit, die nicht ohne Grund überall der Sprache Luther's, Lessing's und Kant's feindlich gesinnt ist; denn die polonisirten oberschlefischen Dörfer waren katholisch. Derselbe Fall liegt bei den Bamberger Ansiedlern auf den Kämmereidörfern der Stadt Posen vor, welche zwar noch ihre Volkstracht, aber nicht die Sprache ihrer Heimath beibehalten haben. Die preußische Regierungsbehörde gestattete die Eindeutschung unter ihren Augen, indem sie den ausschließlichen Gebrauch des Polnischen in der Kirche nicht hindern konnte und die Schule den polnischen Priestern nicht nehmen wollte. Sie konnte die Verbannung der deutschen Sprache aus der Kirche nicht hindern, weil sie das Recht der katholischen