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Die Durchstechung des Isthmus von Korinth.
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Z)ie Dmchstechung des Isthmus von Aorinth.

Athen, 12. Januar.

Zu wiederholten Malen schon ist von einer Verbindung des Golfs von Angina mit dem Golf von Korinth die Rede gewesen und dieselbe als wün- schenswerth bezeichnet worden. Jetzt ist die Sache durch Ferdinand v. Lesseps in Konstantinopel und Athen wieder auf das Tapet gebracht worden, und wenn es bei dergleichen Unternehmungen blos auf Energie und technisches Ge­schick ankäme, so wäre die Landenge, um die es sich handelt, vermuthlich schon halb durchstochen; denn der Genannte hat durch das wesentlich von ihm zu Stande gebrachte große Werk der Verbindung des mittelländischen Meeres mit dem Rothen bewiesen, daß jene beiden Eigenschaften ihm in eminentem Maße beiwohnen. Energie und Geschick aber genügen hier wohl, die Ausführung zu sichern; die Erhaltung des Geschaffenen aber wird einer Privatgesellschaft nur möglich sein, wenn ein kalt rechnender, von Illusionen freier Verstand hinzukommt, der sich über das Maß der Benutzung des Werkes durch die see­fahrende Welt und somit über den Ertrag desselben in den nächsten Jahren nach seiner Vollendung völlig klar ist. Und hieran mangelt es dem Herrn v. Lesseps: sein Kanal in Aegypten hat sich als ein schönes, stattliches Un­ternehmen, aber bis jetzt als eine wenig den gehegten Erwartungen entspre­chende Speeulation auf Gewinn erwiesen. Damit ist aber zugleich sein neuer Plan gerichtet, vorausgesetzt, daß nicht unvorhergesehene Umstände die Lage der Dinge günstiger gestalten, d. h. daß die dabei interesfirten Regierungen helfen.

Betrachten wir die Sache näher. Da sie schon früher angeregt worden, so haben auch schon oberflächliche Untersuchungen des in Rede stehenden Terrains stattgefunden. Eine Concession ist von der griechischen Regierung aber noch nicht ertheilt worden, und es wird eine gründliche Prüfung der örtlichen sowie aller anderen Bedingungen der Ausführbarkeit des Planes er­forderlich sein, ehe sich ein sicheres Urtheil abgeben läßt.

Der Plan hat natürlich in Griechenland seine Freunde. Dieselben be­trachten die Durchstechung des Isthmus als ein für den Handel und die Schiffsahrt von Neuhellas sehr vortheilhaftes Unternehmen. Sie behaupten, es sei Pflicht der Regierung in Athen, der Gesellschaft, welche sich der Aus­führung des Werkes unterzöge, eine starke Subvention zu gewähren oder ihr wenigstens für einen gewissen Zeitraum eine genügende Verzinsung der Kapi­talien zu verbürgen, die darauf verwendet werden müßten.

Wir sind anderer Meinung und glauben, daß wir die verständig denken­den Griechen dabei auf unserer Seite haben. Genaue Kostenüberschläge, die durch neue Bodenuntersuchungen vielleicht ein wenig günstiger, wahrscheinlich