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Aus Weimars Culturgeschichte, 1800 bis 1832. I .
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werden konnten. Aehnliche Gründe sprachen gegen die Gründung nei:r ge­schlossener Gesellschaften. Unter sehr schwierigen Verhältnissen constituir > sich die bedeutendeVereinsgesellschaft" 1823, an welche noch 1832 eine ausdrückliche Bestätigung und förmliche Concession nicht ertheilt wurde.

Die Industrie Kuszlands.

Mit Pomp und Prahl ist in diesen Tagen von den Russen das Jubiläum Peters des Großen begangen worden, und sie haben recht daran gethan sich des Zaren zu erinnern, der vorzugsweise seine Aufmerksamkeit darauf lenkte, die Arbeit in Nußland dadurch zu organifiren, daß er geschickte Lehrmeister in das Land berief. Die Lehrzeit für Nußland ist im großen Ganzen jetzt abgelaufen und zeigt es sich auch wenig dankbar gegenüber seinen Lehrern, gedenkt es dessen nicht, was es namentlich auf allen Gebieten des Wissens und Könnens den Deutschen verdankt, so haben wir doch keine Ursache uns ihm fernerweit vormundschaftlich aufzudrängen, wenn es glaubt auf eigenen Füßen stehen zu können. Daß ein ganz kolossaler Fortschritt auf den verschiedensten Gebieten in Rußland stattfand, darüber wird sich wohl kaum noch Jemand täuschen; am wenigsten uns Deutschen stände es an hier, wie der Vogel Strauß, den Kopf in einem Steinhaufen verbergen und vornehm spöttelnd auf den östlichen Nachbar herabsehen zu wollen. Das typische Geschrei von Mongolen, Finnen und Asiaten, von Knute und Barbarei muß sehr beschränkt werden, wir müssen offen und klar der Entwicklung unsres Nachbars ins Auge schauen, sehen wo seine Hilfsquellen liegen, wie er sie verwerthet. Ignoranz auf unserer Seite könnte sich aber einmal ebenso rächen, wie bei den Franzosen uns gegenüber. Einen Popanz wollen wir nicht an die Wand malen, aber es thut Noth, daß Deutschland seine Augen offen hält. Sind wir doch zu Hause und vertraut mit den Verhältnissen auf den Südseeinseln oder in Ostasien, warum sollten wir uns der Kenntniß der Dinge in Rußland verschließen?

Seit Peter dem Großen hat sich ein Strom industrieller deutscher Kräfte über Rußland ergossen, der trotz des Aufschwungs, welchen die heimische In­dustrie genommen, trotz mancher Misgunst, die den Ankömmlingen begegnet, auch heute noch nicht nachgelassen hat. Daß dadurch der nationalen Ent­wicklung entgegen gearbeitet worden wäre, läßt sich nicht sagen; im Gegentheil sie wurde herausgefordert, gehoben. Peter kannte sein Land, wußte, wie wenige Regenten, was ihm Noth that, und seinem Scharsblicke entging keine der großen Hilfsquellen Nußlands, an deren Erschließung er mit so großer Energie arbeitete. Die ersten großen Fabriken verdanken ihm, der aus Holland allein