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Zur Geschichte der Internationale : 1. Die ersten socialistischen Versuche in Frankreich und England.
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Handelsfreiheit hätte. Zwanzig Jahre später aber las man in der Schrift des Grafen von Paris:Wenn die englischen Fabrikanten ihren Arbeitern vorwerfen, sie richteten die Industrie und sie richteten sich selbst zu Grunde, indem sie eine Lohnerhöhung forderten, welche die Concurrenz des Auslandes begünstigte, so antworten diese, daß die Arbeiter des Festlandes bald auch ihrerseits diese Erhöhung erlangen, daß sie dieselben, falls es nöthig, dabei unterstützen würden, und daß die Partie auf diese Weise wieder gleichstehen würde.

Wie kam es, daß die Lage sich so vollständig geändert hatte? Weil die Arbeiter der verschiedenen Länder in persönliche Beziehungen zu einander ge­treten waren, weil sie sich verständigt hatten, einander nicht mehr Concurrenz zu machen und statt dessen den Arbeitgebern den Krieg zu erklären. Weil inzwischen die Internationale entstanden war.

A. Hosche's Archiv für Meraturgeschichte.^)

Eine Zeitschrift, wie die Grenzboten, welche. Literatur zu einem Haupt- bestandlheile ihres Programmes hat, muß gewissermaßen schon aus verwandt­schaftlichen Rücksichten mit einem Unternehmen, wie das oben nach seinem Titel angeführte, auf gutem Fuße zu stehen sich geneigt fühlen. Freilich giebt es in jeder großen Familie einen oder mehre mißrathene Vettern, um nichts schlimmeres zu sagen, und insofern schließt die verbindlichste Rücksicht doch nicht die reservirteste Vorsicht aus. In unserem Falle aber versteht es sich von selbst, daß wir es mit einem in jeder Art wvhlgerathenen Sprößling des ge­meinsamen Bodens zu thun haben. Seine Besonderheit besteht darin, daß ihm die historisch-kritische Verarbeitung des literarischen Materials Hauptaus­gabe ist, während die grünen Blätter nach wie vor mit der Unmittelbarkeit des Lebens, mit der Literatur , als Bestandtheil des Empfindens, Denkens, Wollens und Handelns der Gegenwart zu thun haben. Daß die historische Seite auch hier nicht ausgeschlossen ist. davon legen ja eine unabsehbare Reihe von Skizzen oder ausgeführten Bildern aus allen Theilen der Literaturge­schichte, welche mit Recht als ein besonderer Schmuck dieser Zeitschrift gelten, genugsam Zeugniß ab. Sind ja doch so manche zu bedeutender Wirksamkeit gelangte bändereiche literargeschichlliche Werke der letzten Decennien nachweis­lich aus dem Rahmen dieser Blätter herausgewachsen, in denen sie zuerst in

Leipzig, Teubner. 1871, bis jetzt 1. und 2. Band. (1. und 2. Heft.)