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so weniger mißgönnen, als auch wir erst neuerdings von der perfiden „Neutralität" desselben ein Merkzeichen auf unser Kerbholz zu schneiden in der Lage waren.
Die heroischen Tage der sächsischen Lords.
Dresden, Ende Januar.
Selten wohl hat der Humor der Geschichte einen boshafteren Einsall gehabt, als den der Erhaltung der Mittel- und kleinstaatlichen Pairskammern nach der großen Revolution des Jahres 1866, und vollends nach dem deutschen Kriege gegen Frankreich und der Aufrichtung des deutschen Reiches. Die Landesverfassungen aller dieser „Staaten" hatten ihren sauersten Schweiß daran gesetzt, eine autochthone sächsische, schwäbische, hessische u. s. w. Gentry zu erfinden. Durch eine phantastische Combination von Geburt, Capacität, Würde und Geld hatten die kleinen deutschen Königreiche und sonstigen monarchischen Gemeinwesen überall verhältnißmäßig leidlich präsentable erste Kammern fertig gebracht. Neben den natürlichen höchsten Mitgliedern der Paine, den Landesprinzen, saßen hier ein Paar Majoratsherrn aus gutem alten Hause, einige Rittergutsbesitzer, Bürgermeister, höhere Richter und Geistliche, und vielleicht auch ein Geheimer Commerzienrath oder Vertreter der Universität, wenn diese im Lande aufzutreiben waren.
Nachdem so mit allem Scharfsinn und schwerer Mühsal fast überall eine Erste Kammer zusammengebracht worden, kam nun zuerst die norddeutsche Bundesverfassung, dann die deutsche Neichsverfassung und verlegte den Schwerpunkt aller politischen Thätigkeit und Interessen unseres Volkes in das Centrum der Reichspolitik, der Reichsgesetzgebung, und des Reichstags und Bundesraths. Der Bundesrath namentlich, als Vertreter der Territorialhoheit, löste fortan die denkbar höchsten Aufgaben, welche bisher den einzelstaatlichen Pairskammern zufallen konnten.
Der kleinstaatliche deutsche Lord, der sich noch gestern dem Nabel der Erde nahe verwandt fühlte, sah sich vom Rade der Weltgeschichte gewaltsam abgetrieben. Er suchte einen Ersatz für seine Anstellung bei der Weltgeschichte, indem er sich dem „Volke" als Candidat zum Parlament anbot—und er fiel fast überall durch, außer in Altpreußen, wo der Adel größtenteils eine wirkliche Gentry bildet, und durch Jahrhunderte mit den Strebungen des Staates und Volkes verwachsen ist. In Sachsen speciell sind die Neichstagswahlen den Pairs immer ungünstiger geworden. Im constituirenden Reichstag saßen