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Vom preußischen Landtag.
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lassen. Was wird aber aus Anstalten früher oder später, die als Privat­stiftungen dem öffentlichen Einfluß in seiner einzig wirksamen Gestalt als Staatsaufsicht entzogen sind? L r.

Zum Gedächtniß der Lhrentage der deutschen Marmee.

Wir durchleben jetzt die Jahrestage der ruhmvollen Thaten der deutschen Südarmee. Die heldenmütige Tapferkeit des Werder'schen Corps in der drei­tägigen Schlacht an der Lisaine, der geniale Zug Manteuffels über das Hoch­plateau der Löte ä'or, die meisterhafte Umfassung der Bourbaki'schen Armee im Jura und ihre Hinüberdrängung auf Schweizergebiet, endlich die Säuberung Dijons von den Garibaldianern: das sind die Thaten, die uns wirklich den Frieden gaben. Ohne diese Entscheidung im Südosten des Kriegsschauplatzes wäre aus dem Waffenstillstand, der den Fall von Paris begleitete, schwerlich der Friede erwachsen. Ohne die Ueberwältigung der letzten 120,000 Mann, welche Frankreich ins Feld zu stellen hatte, wäre die Zuerre Z, outraueo Gambettas kaum zum Schweigen gebracht worden.

Unserm Bedürfniß, die herrliche Erinnerung dieser einzigen Tage mit dem vollen Verständniß des Gewollten und Erreichten zu beleben, dient ein soeben bei E. S. Mittler und Sohn in Berlin erschienenes Werkchen in der denk­bar vorzüglichsten Weise. Hermann Graf Wartensleben nämlich, Oberst im Generalstab Manteuffels, hat die Operationen derSüd-Armee im Januar und Februar 1871 nach den Kriegsacten des Ober-Com- mandos der Süd-Armee geschildert. Mit diesen wenigen Worten ist die treff­liche Arbeit eigentlich schon charakterisirt. Es ist ein Quellenwerk aus der Feder eines sachverständigen Augenzeugen und Kampfgenossen, der in der nächsten Umgebung und Berathung des Höchstcommandirenden die einfache Größe dieser Plane reifen sah zu Thaten, deren Ruhm und Herrlichkeit die Welt nimmer vergessen wird. Geschrieben ist dieses Stück Welt- und Kriegs­geschichte mit der nüchternen Gründlichkeit, Klarheit und Gerechtigkeit, welche von jeher auch der Feind unsern amtlichen Kriegsschriften nachrühmte. Und damit ist zugleich gesagt, daß die Schrift von ' den weitesten Gesichtspunkten beherrscht ist; denn nur das Verständniß aller Plane und Handlungen bei Freund und Feind macht die unparteiliche Würdigung der Personen und Er­eignisse möglich. Ueberall Thatsachen, Actenstücke, knappe Bewältigung eines überreichen Materials, wo minder Berufene sich mit sehr viel Phantasie und Combination behelfen. Auch die Karten, an deren Hand Satz für Satz der Schrift gelesen werden muß, sind klar, und die erste namentlich für die Höhen-