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cisten, Professor Carl Dietzel die wissenschaftliche Erörterung noch einmal auf. Alles was über die Nothwendigkeit und die Vortheile der Straßburger Hochschule Dietzel hier ausspricht, wird jeder deutsche Patriot gerne und freudig unterschreiben. Und daß in ausreichendem, ja in großem Style die Universität dort dotirt werden solle, auch in diesen Wunsch wird man gerne einstimmen. Nicht genau nach dem Schema unserer bisherigen Universitäten wünscht Dietzel die neue eingerichtet zu sehen: mit warmem Nachdruck empfiehlt er die Bildung einer rechts- und staatswissenschaftlichen Facultät, die besondere Betonung und Pflege der staatswissenschaftlichen Studien. Jüngst hat in diesen Blättern (v. 13. October) noch eine andere akademische Stimme einen ähnlichen, nur noch weiter gehenden Vorschlag gemacht. Die staatswissenschaftlichen Fächer sollten aus der philosophischen in die juristische Facul- ' tät verpflanzt und zugleich die bisherige philosophische Facultät in zwei, eine philologisch-historisch-philosophische und eine mathematisch-naturwissenschaftliche zerlegt werden. Ueber das Letztere äußert sich Dietzel nicht weiter, das erstere entspricht durchaus auch seinen Ideen. Nothwendig scheint uns Beides zu sein. Und auch dies, daß man dort, wo man neugründen muß, nicht den alten Zopf dem jungen Kind erst noch einmal umbinde, um ihn doch nächstens abzuschneiden, auch das scheint uns so einleuchtend wie selbstverständlich zu sein. Dem begeisterten Plaidoher Dietzels für die Verdienste der volkswirtschaftlichen Faetoren um unser werdendes Deutschland kann nichts erhebliches eingeworfen werden: aber ob sich empfehlen wird, in der von ihm befürworteten Weise gerade Straßburg zu einer Art Musterhochschule speciell für die cameralistischen Fächer zu machen, das scheint uns nicht so außer Frage zu stehen. Einen besonders erheblichen Grund, der nicht auch für die Bevorzugung anderer Fächer ähnlich geltend gemacht werden könnte, haben wir nicht gefunden. Gerade die universitas littsrarum, das Gegentheil französischer Einrichtungen, soll helfen, die Geister der jüngeren Generationen im neuen Reichslande uns zu gewinnen und an uns zu fesseln.
Berliner Briefe.
Das Jahr 1871 hat für die Berliner mit einer schmerzlichen Enttäuschung geschlossen. Mehr selbst als auf das Weihnachtsfest hatte man sich auf die Volkszählung gefreut, welche es bekunden sollte, daß die Hauptstadt Preußens und Deutschlands nun wirklich zur Weltstadt geworden ist, was doch nach