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Aus Weimar´s Culturgeschichte : 1750 - 1800 :
(Schluß.)
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höchsten Stufe der Vollkommenheit emporgearbeitet. Bis 1791 zur Grün­dung des Hoftheaters waren es Truppen, die der Hof mit einer Unterstützung von 6000 7000 Thlr. jährlich unterhielt. Ohne auf die Beurtheilung der Leistungen einzugehen, erwähnen wir nur der charakteristischen Momente, daß die höchste Gage zweier Hauptspieler, des Herrn und Frau v. Mecour, sich auf 624 Thlr. zusammen belief, während der Werth der Schauspielergarderobe der gesammten Döbbelinschen Truppe auf 536 Thlr. veranschlagt war, und Döbbelin sich verbindlich gemacht hatte, die Garderobe so glänzend als nur möglich zu besorgen. Was das Publicum betrifft, so hatte es 1790 von Kunst nach Goethes Urtheil keinen Begriff.

Wahre Bedeutung erhielt das Theater als Bildungsinstitut, indem Goethe mit dem Abzug der Bellomo'schen Truppe, welche am 8. April 1791 zum letzten Male auftrat, mit neuen, aus allen Theilen Deutschlands herbei­strömenden Kräften das Hoftheater gründete, und der für den 7. Mai ge­schriebene Prolog bezeichnet bereits das Endziel des Dichters, der vorzüglich be­tonte, daß nur aus einem einsichtigen Zusammenspiel, in dem Keiner sich hervordränge, ein wahres und schönes Kunstganze sich bilden könne. Nur zwei Jahr später und er durfte sich gestehen, daß das Theater einrespec- tables Institut" geworden sei, während der nur wenige Jahre später zu setzende, für Christiane Becker geschriebene Prolog bedeutungsvoll für die Beurtheilung des Institutes und seines Fortschrittes, aber auch bezeichnend für den Stand unserer gesammten Cultur geworden ist, in dem er die treffliche Künstlerin sprechen läßt:

Begrüße diese Stadt, die alles Gute Pflegt, die allen nützt,

Wo sicher und vergnügt sich das Gewerbe

An Wissenschaft und Künste schließt. Wo längst

Die dumpfe Thorheit der Geschmack vertrieb,

Wo Alles Gute wirkt, wo das Theater

In diesen KreiS des Guten mitgehört."

Herr von DNinger und die Katholische Bewegung

in München.

Vor den Augen aller Denkenden stand die Gewißheit, daß unmittelbar nach dem Ende des großen französischen Kampfes der Kampf gegen Rom be­ginnen werde. Die Logik dieser Anschauung ist mit Händen zu greifen, denn die Idee, welche dem großen römischen Staatsstreich zu Grunde lag, ist genau die nämliche, die auf dem Schlachtfelde von Sedcrn unterlag. Hier wie dort