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Schon längst sind die Papenheim wegen ihres Pfandschillings abgefunden; die ausgebildete Landeshoheit und Stadtfreiheit duldet keine Verpfändungen von Städten mehr; schon längst sind die Burgen Liebenau's zerfallen und seine Hörigen haben sich zu freien Städtern erhoben. Der Ort ist in die Reihe der andern umliegenden Kleinstädte eingetreten, als wäre er von jeher ihres Gleichen gewesen.
Oestreichs wahres Znteresse gcZeuüber dem Auftreten Rußlands.
Täuschen wir uns nicht darüber: Deutschland hat im Auslande wenig Sympathien, selbst da nicht, wo es Achtung genießt. Es ist leichter, sich in die Supsriorität eines Staates wie Frankreich zu finden, der den Nimbus dieser Ueberlegenheit seit Jahrhunderten besitzt, als sich an den Gedanken zu gewöhnen, daß ein Volk zur ersten Stufe emporsteigt, welches man bisher für viel zu bescheiden zu solchem Aufschwung erachtet hatte. Es ist leichter, sich durch die glatte Außenseite des französischen Wesens mit seiner in jeden Mund passenden schablonenmäßigen Bildungsphrase bestechen zu lassen, und die Fäulniß unter diesem bröckligen Firniß zu verkennen, als hinter der un- bcholsenen rauhen Schale die Tiefe deutschen Gemüths zu würdigen. Beim Ausbruch dieses Krieges hat es sich so recht gezeigt, daß Deutschland im Wesentlichen wohl für immer daraus wird verzichten müssen, von anderem als deutschem Blute verstanden zu werden. Je mehr sich diese Wahrheit Geltung verschafft, um so näher muß uns das Bestreben treten, das geistige Band, das uns mit den Stammesgenvssen eint, von Neuem enger und fester zu knüpfen. Ist eine hoffnungsvollste Verknüpfung dieser Art sür eine fernere Zukunft vielleicht in dem Neudeutschland des westlichen Nordamerikas zu suchen, so weist uns doch jedenfalls die räumlich und zeitlich näher liegende Aufgabe darauf hin, das durch eine eiserne geschichtliche Nothwendigkeit erst vor wenig Jahren zerrissene lockere Band mit Oestreich in zeitgemäßerer Fvrm zu erneuern. Noch gibt es eine Partei, welche die Ncuschöpfung des deutschen Reiches nicht nach ihrem Geschmacke findet, weil sie nur durch den Ausschluß der Deutschöstreichcr erkauft werden konnte, und so Unrecht diese Partei in Bezug auf die Vergangenheit hat, so berechtigt ist ihr instinc- liver Trieb, auch in politischer Beziehung die verlorene Fühlung mit Oestreich wiederzugewinnen; eine Aufgabe, der bei allen inneren Schwierigkeiten doch kein äußerer Antagonismus der Interessen mehr entgegenzustehen schien, sobald sich Oestreich in die Anerkennung des deutschen Reiches ohne Hinter-