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Bazaine.
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der mit einer unter unsrer Mitwirkung eingesetzten Regierung abgeschlossen gewesen wäre, niemals als bindend anerkannt. Wir glauben auch, daß, ehe nicht die militärische Widerstandskraft Frankreichs vollkommen ftebrochen ist, wir kein Interesse haben, ihm wieder zu einer geordneten Regierung zu verhelfen.

Aus Gaziern.

München, 11. November 1870.

Wenn es wahr ist, was der Dichter sagt:Des Lebens ungemischte Freude ward keinem Sterblichen zu Theil", so sind wir Bayern im höchsten Grade sterblich. In den Jubel, der den hochherzigen Entschluß unseres Königs am 16. Juli begrüßte, mischte sich die Sorge um die Haltung unsrer Volks­vertreter. Als am 19. Juli auch diese den verlangten Credit bewilligten, fehlte es nicht an schwarzsehenden Gemüthern, welche vom Standpunkte der national-deutschen Frage aus dies als einen Pyrrhussieg betrachteten, und sich durch die entscheidende durchaus particularistisch gehaltene Rede des Kriegs­ministers für die Zukunft ernstlich beunruhigt fühlten. Und als nun die herzeifreuenden Nachrichten von der Tapferkeit und Kriegstüchtigkeit auch unsrer Truppen eintrafen, Häuser und Straßen sich mit grünem Laube und wehenden Fahnen schmückten, da erschien wohl Manchem das Fehlen des Schwarzweißroth als ein Symbol für die mächtig erstarkte particulare Ge­sinnung, für ein bayrisches Selbstgefühl, das man wird es uns zugestehen seit Jahrhunderten nicht so entschiedene Berechtigung hatte, wie heute. Sedan bezeichnete auch für unsre nationale Stimmung den Höhepunkt, und das Barometer unsrer Begeisterung ist seitdem allgemach bis auf veränderlich herabgesunken. Denn während es Anfangs schien, als solle Bayern mit fliegenden Fahnen in den Bund eintreten, so begann man allmählich sich der ungewohnten Geltung bewußt zu werden und entsann sich dessen, daß wir Bayern freiheitlich dem Norden voraus sind", daß es unveräußerliche Kronrechte gibt, daß wir Alles haben was zu einem Reiche gehört, Bürger und Soldaten, eine Reichsraths- und eine Abgeordnetenkammer, welche seit geraumer Zeit in ihrer Majorität dem Volke manche ernste und heitere Augenblicke, der Regierung nicht wenig sorgenvolle Stunden bereitet hatte. Es ist nicht zu verwundern, daß der größte Theil unsrer Bevölkerung, zu­frieden mit den Lorbeeren, die die Gegenwart brachte, die Zukunft wieder aus den Augen verlor, so erfolgreich auch der durch die rührige Fortschritts­partei hervorgerufene Adressensturm das ganze Land selbst bis in die ent­legensten Wohnsitze des autochthonen Ultramontanismus durchwehte. Die Kapitulation von Metz ging hier ohne sonderlichen Eindruck zu machen vorüber.

Doch fehlte es nicht an kleinen besorgnißerweckenden Anzeichen. Die Ernennung des Herrn von Schrenk zum Gesandten in Wien überraschte. Seine frühere diplomatische Thätigkeit war ihm unvergessen, und auch ohne die Lichtblicke die, wenn wir recht berichtet sind, durch die handschristlichen Studien des Hauptquartiers in jüngster Zeit auf seine Bestrebungen fallen, wußte man ungefähr, wessen man sich von ihm zu versehen hatte. Auch daß der Name von der Pfordten wieder auftauchte, erregte manch sorgenschweres Kopfschütteln. Am bedenklichsten aber war ohne Zweifel, daß die Regierung