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sonders dann geholfen werden, wenn die Staatsregierung ihnen die Beschaffung der nöthigen Fonds durch Ausgabe von Pfandbriefen gestattet.
M—r.
Nordschlesrvig.
Flensburg, October 1870.
Unter dieser Ueberschrift erschien in Nr. 42 d. Bl. ein Artikel, der unter den Deutschen im Schleswigschen Norden eine tiefe Erregung hervorzurufen geeignet war. Die Voraussetzungen, von denen der Verfasser ausgeht, und die Schlüsse, zu welchen er gelangt, sind, soweit sie das dänische Volk und das von ihm zu erwartende Verhalten gegen deutsche Staatsgenossen betreffen, schon von der Redaction der Grenzboten beleuchtet worden. Wir fühlen uns gedrungen, den übrigen Angaben des Verfassers im Folgenden einige Berichtigungen entgegenzusetzen.
So will er z. B. die künftige Grenzlinie jedenfalls nördlich von Flens- burg gezogen wissen, denn diese Stadt könne nicht abgetreten werden, weil sie zur Hälfte deutsch sei, „wenn auch möglicherweise 10 oder 20 Dänen mehr als Deutsche in ihr gezählt werden und südlich von ihr das dänische Uebergewtcht sofort ganz aufhört." Flensburg ist aber nicht eine halb-, sondern ganz deutsche Stadt. Es wird in ihr nur Deutsch gesprochen, und der Umstand, daß einige Kaufleute und Schiffer in, vielleicht nur aus alter Gewohnheit, falsch verstandenem pecuniärem Interesse dänische Sympathien hegen, vermag der Stadt ihren deutschen Charakter in keiner Weise zu schädigen. Südlich von Flensburg hört nicht etwa das dänische Uebergewicht sofort auf, sondern es existiren südlich von Flensburg überhaupt weder Dänen noch dänische Sympathien. Von dem überwiegend deutschen Charakter der Städte Apenrade, Hadersleben, Christiansfeld und Sonderburg, der sich doch bei allen Wahlen in schlagender Weife documentirt hat, hält der Verfasser es gerathen, ganz zu schweigen. Es ist ihm auch wohl nicht bekannt geworden, daß Nordschleswig an Opferwilligkeit im gegenwärtigen Kriege nicht zurücksteht; Hadersleben leistete mehr, als manche andere deutsche Stadt, und Apenrade hat einen eigenen Transport Liebesgaben auf den Kriegsschauplatz geschickt. — Was nun die ländlichen Districte anbelangt, so ist der größere Grundbesitz in ganz Nordschleswig vorwiegend in deutschen Händen, uur die arbeitenden Klaffen sind überwiegend dänisch, aber doch überall mit deutschen Elementen stark durchsetzt. Am ungünstigsten steht es