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Ganz erstaunliche Dinge sind in dem Kreise unserer Erfahrungen in Folge des Umstandes zu Tage getreten, daß auch bei dem Geschäft der Depotverwaltung die bestehende Organisation der freiwilligen Krankenpflege einen Stand als solchen begünstigt und unbesehens für tauglich erklärt zur Besorgung dieses Geschäftes, einen Stand, dessen Angehörige im Zweifel gerade zu diesem sehr wenig romantischen, überaus nüchternen, eisernen Fleiß und gesunden, unverschrobenen Menschenverstand erfordernden Geschäfte am allerwenigsten tauglich sind.
Es wird für die große humanitäre Angelegenheit der freiwilligen Ver. wundetenpflege auch aus den Erfahrungen dieses Krieges wieder manche werthvolle Frucht erwachsen. Nach meinen Erfahrungen ist das Wichtigste, was man aus diesem Kriege in der angedeuteten Richtung lernen kann: die Nothwendigkeit, bei der Auswahl der Personen, welche in der großen, immer auf's Neue zu schaffenden Organisation zu arbeiten haben, äußerst vorsichtig zu sein, nicht ferner einem gewissen Stande als solchem irgend welche Prärogativen einzuräumen oder von ihm irgend welche Functionen in Beschlag nehmen zu lassen; endlich aber, zwischen der freiwilligen Hilfsthätig- keit und den entsprechenden Organen der regulären Armee eine innigere Verbindung herzustellen. Wenn wir uns erst wieder des Friedens erfreuen, werden diese Nothwendigkeiten, wahrscheinlich neben einer gründlichen Revision der Bestimmungen der Genfer Convention, mit allem Ernst in's Auge zu fassen sein. Inzwischen wird sich das thatsächliche Material zur Beurtheilung meiner Vorschläge gewiß von Tag zu Tag mehren.
Carlsruhe, Ende September 1870.
A. E.
Deutschland und England.
Wir haben wiederholt an dieser Stelle den tiefen Verfall der englischen Politik betont, welche beim Ausbruch des Krieges nicht den Muth hatte ihre Meinung zu sagen, kaum wagte, die steigenden Provocationen der imperialistischen Machthaber zu bedauern, und sich herbeiließ, dem König von Preußen zu empfehlen, dem Ansinnen Grammont's Folge zu leisten. Wir haben aber auch schon damals behauptet, daß mit dieser traurigen Karthagerpolitik nicht das letzte Wort Englands gesprochen, daß der Kern der Nation zu gesund sei, um in dem Dogma der Nichtintervention zu verkommen. Wir freuen uns zu sehen, daß diese Hoffnung nicht getrogen und daß die