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Ein Wort aus und an Italien.
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Rom nie einen nationalen, sondern stets einen internationalen und antinatio­nalen Charakter gehabt hat.

Wir haben bisher von Rom gesprochen, ohne des Papstes zu gedenken, und gesehen, daß auch in dem unwahrscheinlichen, ja fast undenkbaren Falle, daß er hinauszöge oder hinausgeworfen würde, Rom eine schlechte Haupt­stadt abgäbe. Wenn er nun aber bleibt und es ist dabei einerlei, ob man ihn mit seinen Priestern in der Leonina internirt, was doch stark an die Judenviertel des Mittelalters erinnert, wenn er bleibt, so eröffnet sich eine Fernsicht von Schwierigkeiten, die wir wenigstens gar nicht abzusehen ver­mögen. Will man die Erfahrung des Mittelalters noch einmal machen, sollen nun im engsten Raum das geistliche und das weltliche Schwert noch einmal auf einander stoßen? Wir haben oben den Romzug Italiens mit den Kreuzfahrten verglichen: der Geschichtskundige weiß, daß die Krone der Bal- duine von Jerusalem vornehmlich über dem Hader der allzu nah bei einander angesiedelten kirchlichen und politischen Gewalten verloren gegangen ist.

a/D.

Künstige Verfassungsfragen. (Korrespondenz aus Gaoen.

Mit demselben Eifer, und sagen wir es gleich, mit derselben Besonnen­heit, mit welcher sie die Zurückweisung des welschen Angriffs unternahm, geht die Nation an das Werk der staatlichen Einigung von Norden und Süden. Früheres Mißgeschick ist nicht vergessen, die Gunst des Augenblicks soll nicht zum zweiten oder dritten Mal versäumt werden. Wie anders schicken wir uns heute an, Hand an Errichtung des deutschen Staates zu legen, unter wie ernsteren zwingenden Umständen sind wir freilich auch an­gewiesen, es zu thun! Könnte der Augenblick ungenutzt oder nicht völlig ge­nutzt verstreichen, welche Folgen müßte dies haben? welcher neue weltgeschicht­liche Anlaß sollte uns besähigen, die Lösung der deutschen Frage entscheidend anzufassen?

Der deutschen theoretischen Neigung entsprechend tritt der organisatorische Gesichtspunkt in den Vordergrund. Wie Regierung und Vertretung des neuen deutschen Bundes beschaffen, wie sie genannt sein sollen, beschäftigt viele Köpfe und die alten Wünsche nach dem deutschen Reiche werden wieder laut. Ist es doch, als ob der romantische Schimmer jenes vergangenen Staatsgebildes so lange seinen verlockenden und trügerischen Zauber bewah­ren sollte, bis die gerechten Ansprüche der Nation auf staatliche Zusammen-