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Das loyale Mecklenburg.
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Minister eine seiner ersten Regierungshandlungen sein ließe. Warum sollte Höchstderselbe erst eine Zuschrift des Bundeskanzlers abwarten, welche ihm den im Reichstag bereits bei Reuß angekündigten Rath giebt,seine Be­rathung so einzurichten, daß die übrigen verbündeten Regierungen und mehr noch das im Nordbund geeinte Deutschland das durch das Ver­fahren des mecklenburgischen Staatsministeriums gestörte Vertrauen zur Großherzoglichen Regierung wiedergewinnen können?"

Uebrigens spricht man schon jetzt von bevorstehenden, freilich aus an­deren Gründen veranlaßten Ministerveränderungen. Der als Abgeordnete des 4. Wahlkreises bekannte Graf v. Bassewitz wurde an die Spitze des Mi­nisteriums gestellt, um die Steuerreform bei den Ständen durchzusetzen; jetzt, da der Abschluß dieser Reform in naher Aussicht steht heißt es, wolle Graf v. Bassewitz ins Privatleben zurücktreten, um wieder die Führerschaft auf den Landtagen nach den neuen Vereinbarungen zu übernehmen.

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Neue Werke über das Heer.

Der Feldzug von 1866 wirkt noch heute mit mächtigem Nachdruck auf die Phantasie unserer Jugend und auf unseren Büchermarkt, Der Zudrang zu dem Waffenrock der Officiere ist seitdem ein sehr großer geworden, so daß wir in Ge­fahr stehen, einen unverhältnißmäßigen Theil unserer jungen Volkskraft, die Blüthe der besitzenden Classen, zu militärischen Turnlehrern verbraucht zu sehen. Die kriegswissenschaftliche Literatur hat eine so breite Ausdehnung gewonnen, daß es auch dem Manne von Fach schwer wird, alles Bedeutende nach Gebühr zu würdigen. Dies Blatt beschränkt sich darauf, einige Werke hervorzuheben, die sich dem größern Publicum als besonders anziehende Lectüre empfohlen.

Es wird dabei ziemen, den Gegner zu erwähnen. Das Werk des k. k. Ge­neralstabsOestreichs Kämpfeim Jahre 1866, V. Bd. enthält als Schluß des Ganzen außer Vertheidigung Tirols und Kriegs-Ereignisse in Westdeutschland einen vortrefflich geschriebenen Abschnitt, den Kampf auf dem adriatischen Meere, darin die Beschreibung der Seeschlacht von Lissa, ein Meisterstück von fesselnder Dar­stellung, auch als militärischer Bericht vom ersten Range. Diese Seeschlacht wird als der erste rangirte Zusammenstoß größerer Panzerflotten der östreichischen Marine in der Kriegsgeschichte für immer einen besonderen Ruhm bewahren.

Unter den preußischen Schilderungen sei zunächst an ein anmuthiges Büchlein erinnert, das freilich schon im Jahr 1867 erschienUnter der Fahne des Zweiten Bataillon Franz" von Albrecht Kunth. Es war Wohl nur in Preußen möglich, daß die Beschreibung der Kriegsthaten eines alten stolzen Garderegiments für jedes der drei Bataillone von einem Freiwilligen ausging! Vatke, Kunth und Jaeobi. Die Erzählung Kunth's führt mit besonders liebens- werther Laune in das Kleinleben des Soldaten ein, sie schildert Ermattung und gehobene Stimmung, die Eindrücke und Abenteuer des Tages, den Antheil des ein­zelnen Soldaten an der Schlacht, die Beschwerden des Marsches und der Ver­pflegung, zuletzt die Todesgefahren im Lazareth sehr behaglich, treuherzig, wahr­haft und anspruchslos. Die Kriegsthat des Bataillons in diesem Feldzuge war, wie bekannt, das tapfere Vorgehen in dem Gefecht bei Alt-Rognitz am 28. Juni, wobei das Bataillon sehr starke Verluste an Offneren und Mannschaft hatte. D»