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Die bürgerlichen Ehrenrechte vor dem Strafrichter.
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lebenslänglichen Ehrverlustes schon ein Anfang der Reform gemacht sein, deren Ziel und Ende in der gänzlichen Aufhebung der Bestimmungen über den Verlust der politischen Rechte wegen bewiesener UnWürdigkeit bestehen dürfte?

Wenn man uns entgegenhalten wollte, daß wir es selbst für wünschens- werth erklärt haben, die Theilnahme an den politischen Rechten von der Würdigkeit der Gesinnung abhängig zu machen, so erwiedern wir, daß der Zwang des Gesetzes nicht zur Erreichung jedes an sich wünschenswerthen Zweckes das geeignete und taugliche Mittel ist; und wenn man ferner unter den politischen Rechten einige, wie den Dienst im Heere und die Bekleidung öffentlicher Aemter hervorheben will, deren Genuß denjenigen schlechterdings versagt bleiben müsse, welche in allgemeiner Mißachtung stehen, schon des­halb, weil das Gefühl der Berufsgenossen geschont werden müsse, so geben wir dies völlig zu, sind aber der Meinung, daß es, um dies zu erreichen, keines Richterspruchs über den Werth oder Unwerth des sittlichen Charakters, sondern nur eines von einem Standesgericht zu fällenden Verdicts auf Grund der alleinigen Thatsache der verlorenen Achtung der Standesgenossen bedürfe.

Was älteste Denkmal in Buchstabenschrist.

Die Inschrift des Königs Mesa von Moab (9. Jahrhundert vor Christus), erklärt von Theodor Nöldeke. Kiel 1870. Die alttestamentarisä)e Literatur in einer Reihe von Aufsätzen dargestellt, von Theodor Nvldeke, Leipzig, Quandt und Händel 1868.

Mit besonderer Freude nehmen wir aus der zuerst angezeigten neuen Schrift Veranlassung, der Thätigkeit des verdienstvollen Gelehrten zu gedenken, welcher als werther Mitarbeiter d. Bl. auch einem größeren Publicum die Resultate der neuen Forschungen im Gebiete der biblischen Literatur dargestellt hat.

Zunächst berichten wir über die neue Inschrift, denn diese Inschrift ist für die Alterthumswissenschaft von einer Wichtigkeit welche weit über ihren lehrreichen Inhalt hinausgeht.

Für die bedeutendsten Reste Semitischer Inschriften galten bis jetzt die im Jahre 1848 in der Altstadt von Marseille aufgefundene Phönikische Opfertafel und die gleichfalls Phönikische Inschrift des 1835 in der Nähe von Sidon entdeckten Sarkophags Königs Aschmunezer's, erstere jedenfalls