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Frage gütlich gelöst werden kann. Einen ernstlichen Lösungsversuch zu machen ohne die begründete Aussicht, damit aus Dänemark und dem scandinavische-n Norden einen zufriedenen, freundlichen Nachbar zu machen — darin müssen wir dem Organe des Grafen Bismarck beipflichten — wäre bei der berechneten Weite der Vorschriften des Prager Friedens eine Gedankenlosigkeit, wie sie dem Geschäftsführer eines großen Volks nicht erlaubt sein kann.
Die osficiöse P^sse und die nationale Partei.
Der Streit, welcher in diesen Wochen zwischen der Presse des Bundeskanzlers und Blättern der nationalen Partei geführt wurde, hat, wie zu hoffen, den Deutschen keine ernste Sorge gemacht. Die Methode, nach welcher die Federn des Grafen Bismarck in den Zeitungen und der Bundeskanzler selbst im Reichstage die nationale Partei zu behandeln pflegen, ist nicht mehr neu, weder die Sprache hochachtungsvollen Unwillens, welche die schmeichelhafte Perspective nicht ausschließt, daß die Herren von der nationalen Partei wohl dereinst die Ministerstühle einnehmen werden; noch die geringschätzige Versicherung, daß die Regierung auf das Zusammenwirken mit so unzuverlässigen Bundesgenossen verzichten wolle. In Wahrheit scheinen uns die Angelegenheiten des Bundes jetzt so zu stehen, daß der Bundeskanzler für die nächste Zukunft das kräftige Zusammenwirken mit den Nationalen, wie unbequem ihm dasselbe sein mag, weniger wird entbehren können, als seither. Die Schwierigkeiten für Fortentwickelung des Bundes sind unläugbar größer geworden, die Maschinerie des Reichstages hat unter den übergroßen Zu- muthungen gelitten, und es ist eben so sehr ein Fehler in der Geschäftsbehandlung durch die hohe Versammlung, welche das Gefühl überarbeitet zu sein, hervorgerufen hat, als die starken Zumuthungen, welche durch die Regierung an die politischen Vertreter der Nation gestellt worden sind. Unter- deß ist der Wechsel in den Ministerien von Baiern und Würtemberg für die Bundesregierung eine ernste Mahnung, daß ihre Politik gegen den Süden doch wohl nicht die möglichst beste gewesen sei. Denn was seit zwei Jahren zu befürchten war, ist eingetreten, die preußische Diplomatie hat dort an Einfluß verloren und vergebens wird in Berlin den Intriguen des Grafen Beust zugeschrieben, was nur die Folge der Jsolirung und souveränen Selbstherrlichkeit war, in welcher man die Königreiche des Südens gelassen. Und dabei kam dem norddeutschen Bunde noch zu Gute, daß die innern Verhältnisse Oestreichs auf die Südstaaten mehr abschreckend als anziehend wirken mußten, die östreichischen Verfassungsexperimente des Grafen Beust haben immer noch mehr für Conservirung unserer Interessen in Baiern und Würtemberg gearbeitet, als wir selbst. Und wenn wir uns aus achtungsvoller Ferne ein Urtheil über die Gedanken des Grafen Bismarck gestatten dürfen, so ist derselbe gerade jetzt in der Lage, auf ein neues Mittel zu sinnen, durch welches er in seiner Weise allen Gewalten, mit denen er zu rechnen pflegt, eine gewisse Steigerung der Spannkraft zutheilen könnte. Doch was er auch erfindet, es würde sich ebenso wie frühere Hoffnungen aus das Zollparlament und aus