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Der Nachdruck vor dem Reichstage.
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Jahre dem deutschen Kunstleben eine Gefahr bereite, als sie ganz uner­wartet und bevor mahnende Bitten von außen genügende Zeit hatten, sich geltend zu machen, das Theaterwesen für ein Gewerbe freier Concurrenz erklärte; mögen diesmal günstigere Sterne vor ähnlichen Experimenten be­wahren.

G. F.

Literatur.

Libliotdeeg, I^ivonias Historioa. Systematisches Verzeichniß der Quellen und Hilfsmittel zur Geschichte Estlands, Livlands und Kurlands. Von Dr. Eduard Winkelmann (St. Petersburg 1869). Erster Band.

Der Verfasser, gegenwärtig Professor an der Universität Bern, hat die verhält­nißmäßig kurze Zeit seiner ersprießlichen Lehrthätigkeit in den Ostseeprovinzen zur Herstellung eines Werks benutzt, wie es sonst nur das Resultat auf einen Punkt gerichteter gesammter Lebensthätigkeit zu sein Pflegt. Das vorliegendesystemati­sche Verzeichniß der Quellen und Hilfsmittel zur Geschichte Est-, Liv-und Kurlands" umfaßt ein Register aller Werke, welche auf die liv-, est-, kurländische Geschichte oder einzelne Gebiete derselben Bezug haben, und ist darum als unentbehrliches Hilfsmittel für alle wissenschaftliche Arbeit zu bezeichnen, welche es mit nordischer Geschichte zu thun hat. Von dem Umfang und der Masse des seit sieben Jahr­hunderten aufgeschichteten Materials und der an die Bewältigung desselben ver­wandten Mühe wird man eine Vorstellung gewinnen, wenn man erfährt, daß allein der vorliegende, allerdings 308 S. in groß Folio umfassende Band 8164 Werke (sowohl Bücher wie Handschriften) umfaßt.

Die in der Vorrede aufgestellten Ziele möglichster praktischer Brauchbarkeit, möglichster Vollständigkeit und einer einfachen, natürlichen Systematik hat der Herr Verfasser in glücklichster Weise erreicht und sich dadurch bei Fachmännern und Lieb­habern nordischer Geschichte gleich lebhaften Dank erworben. Der gesammte Stoff ist zunächst in sechs Haupttheile: Einleitendes, Zeitgeschichte, Ständegeschichte. Pro­vinz- und Ortsgeschichte, Personen - und Familiengeschichte undAbschließendes" zer­legt. JederTheil" zerfällt dann wieder in Unterabtheilungen, welche praktisch ge- nug gewählt sind, um sich mit einer gewissen Analogie immer wieder zu finden; allenthalben wird vom Allgemeinen zum Einzelnen vorgeschritten und dem Nach­schlagenden dadurch die Möglichkeit leichter und bequemer Orientirung gewährt.