Beitrag 
Aus dem Leben des russischen Admirals von Sivers.
Seite
398
Einzelbild herunterladen
 

M8

Ich hoffe, daß Ewr. Kays. Maj. das allerunterthänigste eines in letzten Zügen liegenden treuen Dieners allergnädigst werden erhören. Der allmächtige Gott wolle---' ze."

Der Admiral genas unverhofft und erlebte seine Rechtfertigung. Er wurde in Amt und Würde wieder eingesetzt, starb aber bald darauf am Schlagfluß im 66sten Lebensjahre zu Petersburg am 10 Mai des Jahres 1740.

Nach seinem Tode donirte die Kaiserin Elisabeth (welche für die ver­trauten Diener ihres Vaters eine besondere Vorliebe hatte) seiner Witwe und deren Kindern die Güter Euseküll und Heimthal in Livland.

Auf seine Verordnung wurde ihm zu Hillola, wo er begraben, folgende Grabschrist gesetzt:

?stru8 Livers Lques ^.m'Äi-ius ^ämiralis liutdeni^e Vost, üäeleoi servitutem IriFirM ^unorurn NaMoshus l^bores M Lxiliuin 0etc> ^.nuorum In Il^äola. Lci-reliae Irluoeens et Inoxes ?etrop0liae Noriens

^nuo 1740 Neusis Ns.^ Die 10 Hie ossg. euin s.vis I>. 1.^) I?ouere Mssit ^.eratis.

Aus Uordschlcsnng.

Ein Berliner Blatt dritten Ranges, das obendrein für die Unsolidität seiner politischen Einfälle und Haltung bekannt ist, erlaubte sich unlängst mit den dänischgesinnten Nordschleswigern einen rücksichtslosen Scherz.Ihr dummen Teufel!" so redete er sie nicht den Worten, aber dem Sinne nach ungefähr an:schmachtet nach Rückkehr zu eurem theuren alten Dänemark, und seht nicht, daß das Thor offen ist, welches dahin führt! Wo steht denn geschrieben, daß die Regierung es sein muß, welche zur Veranstaltung der im Prager Friedensvertrag Art.'3 vorgesehenen Abstimmung die Initiative er­greift? Steht da nicht vielmehrfreie Volksabstimmung", und gibt die preußische Verfassung euch nicht Vereins- und Versammluugsrecht, um dieser stummen Aufforderung zu entsprechen, die Abstimmung selber vorzu­nehmen, auf deren Ausfall sich eure Hoffnungen gründen?"

Man hätte denken sollen, daß die vortreffliche Disciplin und Organi­sation, unter welcher unsere dänischgesinnten Staatsgenossen stehen, verhütet haben würde, daß auch nur ein Theil von ihnen auf den plumpen Köder an­beiße. Allein es scheint, daß im Sommer selbst die straffsten Federn ein wenig erschlaffen; und so konnteDybbolposten", das dänische Organ für das Sundewitt und die Insel Alsen, auf den Leim der Staatsbürgerzeitung gehen, ja vierzehn Biedermänner förmlich mit Namensunterschrist zur Abnahme der Abstimmung einladen, bevor die Besinnung eintrat. Glücklicherweise hatte

*) xrovllt ii, t^rimmüv.