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Das Concil und die bayrische Regierung.
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darum handeln, eine genaue Kenntniß der päpstlichen Vorlagen zu erlangen und zunächst einmal den status causas et eontroveiÄae genauer festzustellen, als dies bisher möglich war. Es werden hierauf Verhandlungen zwischen den Staaten untereinander stattzufinden haben, um die gemeinsamen Beschwerde­puncte zu eruiren, und der Schluß wird darin bestehen, diese der päpstlichen Curie kunvzugeben und mit ihr in Unterhandlungen zu treten. Auch wird es am Platze sein, diejenigen Schritte jetzt schon ins Auge zu fassen, welche sich als durch das eventuelle Scheitern dieser Verhandlungen nothwendig gewor­den herausstellen würden. Allerdings könnten die Staaten, gestützt auf viele Präcedenzfälle verlangen, daß ihren Abgesandten berathende Stimme auf dem Concil eingeräumt werde. Allein es ist kaum glaublich, daß irgend eine Regierung von diesem unbestreitbaren Rechte Gebrauch machen werde, weil dies eine Anerkennung und Unterordnung unter das Concil wäre und einer Assimilirung zu ähnlich sähe. Der gewöhnliche diplomatische Weg wird sich, vorausgesetzt, daß eine gemeinsame Acnon der Regierungen überhaupt zu Stande kommt, wohl als hinreichend erweisen.

Von diesen Gesichtspuncten aus dürften die Schritte des bayrischen Mi­nisteriums der ultramontanen Presse nicht mehr so lächerlich wie vor einigen Wochen vorkommen, denn Preußen und Italien haben ihre Zustimmung in der Hauptsache bereits erklärt. Allerdings wird sich ein vollständiger Erfolg nur dann hoffen lassen, wenn Frankreich von der Partie ist: nicht nur weil Napoleon durch die Occupation den größten Einfluß aus Rom hat, sondern weil der Papst in ihm noch immer den mächtigsten und ergebensten Sohn der Kirche erblickt. Der Kaiser hat gelegentlich des Jahrestages der Schlacht von Solferino zu seinen Soldaten gesagt: Unsere Kriege sind die Fortschritte der Civilisation gewesen. Nun, der Felezug gegen die Uebergriffe der päpst­lichen Curie und gegen den dort herrschenden Iesuitismus wäre so gewiß ein Fortschritt in der Civilisation, wie die Säuberung Italiens von den Oestreichern!

Das Oberhaus und die irische Kirche.

Die große Debatte des Oberhauses über die Zukunft der irischen Staats- kirche hat nicht nur den oratorischen Ruhm der Lords auf die höchste Stufe erhoben, sondern auch ihre politische Bedeutung aufs Neue in das vortheil­hafteste Licht gestellt. Nach der vorigjährigen Verwerfung der susnensor? Lill und der Erklärung der Parteiversammlungen conservativcr Peers, glaubte