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der nach Hunderten zählenden Trawler-Flotte Englands, andererseits die bisher bewiesene Ausdauer der deutschen Träger der Sache nicht zweifeln,
Angesichts dieser Lage der Dinge erscheint es auffallend, wie man dem norddeutschen Bunde zumuthen mag, durch Anlage eines Hafens bei Nor- derney „eine neue Aera für die vaterländische Seefischerei zu begründen". Entweder ist diese neue Aera — wenn man einmal so prunkvoll vorausnehmend sprechen will — bereits begründet, oder aber sie wird es sicher auch nicht dadurch werden, daß man den vom Seebadeverdienst verwöhnten wetterscheuen Insulanern Norderney's Staatshülfe entgegenträgt. Alle Staatshülfe der Welt hat niemals einen Seefischereibetrieb zu nachhaltigem Gedeihen gebracht, weder in den Niederlanden und in England, die dies nach langen, fruchtlosen Mühen endlich begriffen und offen ausgesprochen haben, noch in Frankreich, wo man dem Aberglauben an die Kraft der Prämien und anderer Staatshülse noch fröhnt. Soll das neue Deutschland nun in diesen gemeinschädlichen Weg einlenken, um Frankreich von dem Banne seiner Einsamkeit zu erlösen?
L.
Die letzten Bände der VarnhaZen'sehen Memoiren.
Blätter aus der preußischen Geschichte von K. A. Varnhagen von Ense. Band 4 und 5. (1826—1830.) Leipzig bei F. A. Brockhaus.
Der Charakter der Varnhagenschen Aufzeichnungen ist in diesen Blättern zu wiederholt bezeichnet worden, als daß wir nöthig hätten, von demselben auch in diesem Bericht zu handeln. Klatsch. Medisanee und wirklich interessante Neuigkeiten laufen in den „Blättern aus der preußischen Geschichte" so bunt durcheinander, daß sich absolut nicht bestimmen läßt, wo das Eine aufhört und das Andere anfängt.
Von den beiden zuletzt erschienenen Bänden aus Varnhagen's Nachlaß sind die beiden vorliegenden Theile dadurch unterschieden, daß sich ein Mittelpunkt für ihren Inhalt nachweisen läßt, um welchen sich die übrigen Aufzeichnungen gruppiren. Der Hauptgegenstand des vierten Bandes ist der griechische Befreiungskrieg, mit dem Preußens schwankende Mittelstellung zwischen Rußland und Oestreich aufs Engste zusammenhängt; aus dem fünften Bande sind hervorzuheben: die Aufzeichnung über Varnhagen's Sendung nach Kassel (1829) und die Schilderung des Eindrucks, den die Nachricht von