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2. Die Küste in strategischer Beziehung. - Die Odermündung.
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den gedeckten Cvrvetten mit voller Ausrüstung (und zwar allein von allen altpreußischen Häfen) bei einiger Vorsicht ungehindertes Ein- und Auslaufen gestattrt, und sodann namentlich den Avisos und Kanonenbooten durch das Haff eine sichere Wasserverbindung mit Stralsund und den rügenschen Bin­nengewässern sowie die Möglichkeit ganz gesicherter Vereinigung oder Deta- chirung nach Belieben gewährt, wie sich das alles im Jahre 1864 gezeigt hat. Aus dieser Zeit datirt denn auch seine bedeutendste historische Er­innerung seit der Zeit Gustav Adolphs: Swinemünde war während des letzten dänischen Kriegs der Hauptstationsort für unsere Kriegsschiffe und der Ausgangspunkt für jene Expedition, welche auf der Höhe von Jasmund die Dänen den deutschen Muth mehr als je respectiren lehrte, wie es auch künf­tighin bei seiner centralen Lage für unsere Flotillen gerade in Kriegszeiten der Punkt sein wird, von wo sie auslaufen werden, um der schwarzweiß- rothen Flagge frische Lorbeeren zu erkämpfen.

Aus dem Musikleben Wiens.

Diese Blätter hatten gegen Ende des verflossenen Jahres unter obiger Aufschrift die Hauptmomente der musikalischen Thätigkeit Wiens in dem Zeitraum vom 1. Juli bis 16. Nov. 1867 besprochen. Indem die nachfol­genden Zeilen die einzelnen damals berührten Punkte (Oper, Vereine, Con­certe) ergänzen, reihen wir noch Bericht über jene Vereine an, welche, wie all­jährlich, erst im Laufe des Winters ihre gewohnte Wirksamkeit aufnehmen.

Am Operntheater sind viele Veränderungen seit einem halben Jahre vor sich gegangen. Abgetreten ist der Veteran Erl, der als Nobsrt vom Pub­likum nach fast 40 jähriger Dienstzeit Abschied nahm. Erl und Staudigl, Jenny Lutzer und Frau Hasselt-Barth bildeten in den 40 er Jahren den Kern der wiener Oper. Frl. Carina, die in ihrem einjährigen Engagement nur selten zum Auftreten gelangte, ist vom Juli d. I. an in Leipzig engagirt, desgleichen der Tenor Zottmayer in Cassel. Die reichbegabte Sängerin Frl. Bertha Ehnn, die im vorigen Sommer mit so viel Beifall gastirte, wußte ihre schwäbischen Bande zu lösen und ist seit Januar d. I. Mitglied der hiesigen Oper. Mit jeder Rolle, als Gretchen, Selica, Leonore (Favo­ritin), Recha, Cherubin gab sie Beweise ihres kunstbeseelten Eifers. Ihre Julie", in welcher Partie sie erst in den letzten Tagen auftrat, reiht sich den genannten Leistungen würdig an. Frl. Jda Benza, die als Jphigenia vor sieben Monaten plötzlich aus dem früheren kleinen Wirkungskreis mit Beifall

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