wir nichts weiter, als daß er 1330 gestorben und daß Giovanni Bellini sein Meister gewesen sei. Wahrscheinlich aber war Catena, der in Treviso geboren ist, Schüler des Girolamo von Treviso. Unter dem Namen Mn- cenzo da Tarvisio malte er schon 1495 im Rathssaale in Venedig, und er muß 1830 noch gelebt haben, sonst wäre sein Testament nicht 1531 unterschrieben.
Pietro Francesco Bissolo oder degli Jngannati figurirt im Katalog in zwei verschiedenen Gestalten: zuerst als Bissolo, Schüler Giambellins um 1520, dann als Pietro degli Jngannati mit keiner bestimmten Zeitangabe. Diese beiden Peter sind identisch, und wir haben hier ein Beispiel, daß aus einem Maler, auch wenn er nur Nachtreter Giovanni Bellini's war, heute immer noch zwei gemacht werden können. Anfang und Ende seines Wirkens, dessen Urkunden aller Welt offen stehn, werden bezeichnet durch die Nachricht von seiner Thätigkeit in der Stadthalle in Venedig, 1492, einerseits, und andrerseits durch das Altarstück in Lavada unweit Oderzo, welches die Jahreszahl 1530 trägt.
Schließlich kommen wir, indem wir die venetianische Schule hier verlassen, auf Männer, deren Namen Kennern und Laien gleich bekannt sind, und wir fragen nur, wie viele von all den Palma's (nämlich Palm« vecchio), Giorgiones und Tizians im Museum echt sind? Dem ersten dieser Meister schreibt der Katalog fünf Bilder zu; vier davon, mit Einschluß von Nr. 31, welches fälschlich „Jaeobus Palma" signirt ist, sind entweder Schulbilder oder Copien, oder sie rühren von anderen Malern her; eins (Nr. 174), welches bis vor kurzer Zeit als Gemälde aus Giorgione's Schule classificirt war, ist echt. Die beiden Portraits, die dem Giorgione zugeschrieben werden, haben durchaus keinen Anspruch auf diesen Namen.
Von den zwölf Tizians sind zwei richtig benannt — die Lavinia Nr. 166, und sein Selbstportrait 163 —, ein drittes, Nr. 159, ist von seinem Bruder Francesco; die übrigen sind nur zu augenfällig Schulbilder und obenein von untergeordneter Bedeutung.
Das Preßorgan der jungtürkischen Partei.
Am 31. August 1867, 1. Dschumada el-ula 1284 d. H., erschien zu Lon- don das erste Stück einer türkischen Zeitung in vier zweispaltigen Folioseiten unter dem Namen Muchbir, d. i. Anzeiger, und zugleich eine Abonnements. Einladung kl. 8. von demselben Datum. Die Doppelbestimmung des Blattes
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