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Prokesch-Osten über den griechischen Befreiungskrieg.
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Revision der Akten bedürfen und auf die Nothwendigkeit einer solchen haben wir in diesen Blättern hinweisen wollen. Das neue Material, das Prokesch zur Sache beigebracht hat, verlangt eine sorgfältige Vergleichung mit all den einzelnen Resultaten, welche bisher für festgestellt galten und wenn an dem Gang der Dinge, wie Gervinus ihn aufgezeichnet hat. auch im Großen und Ganzen wenig zu ändern sein wird, so dürften sich durch zahlreiche im Ein­zelnen anzunehmende Modificationen. Licht und Schatten an vielen Punkten anders stellen, als sie bisher angenommen worden.

Um auf den praktischen Gesichtspunkt. aus welchem wir die Geschichte des besprochenen Buches am Eingang dieses Berichtes betrachteten, noch einmal einzugehen, sei bemerkt, daß die apologetische Absicht, in welcher die Abfassung des vorliegenden Werkes ihrer Zeit unternommen worden, heut zu Tage und nach dem Erscheinen der Gervinusschen ..Geschichte" auf einen vollen Erfolg mcht mehr rechnen kann. Ganz abgesehen davon, daß die sittlichen und po­litischen Prämissen, von denen der Autor ausgeht, die Mehrzahl der Leser gegen sich haben werden, erscheint es wahrscheinlich, daß Gervinus'Dar­stellung und Auffassung schon um der großen Dienste, welche sie ihrer Zeit der Forschung erworben, die allgemein angenommene und normale, durch Hrn. v. Prokesch blos gelegentlich mvdificirte, bleiben wird. Das triviale Sprichwort nach welchem, wer zuerst in die Mühle gelangt, den Vortheil der Priorität hat. behält auch in der Wissenschaft sein Recht. Nur eine Apologie der öst­reichischen Orie^politik, welche zugleich vollständig neue Quellen erschloß, hätte darauf rechnen können, eine nachhaltige, wahrhaft politische Wirkung auf die große Menge der Menschen zu üben. Dieser Zeitpunkt und diese Ge­legenheit sind verpaßt worden und so wird ' wie wir glauben Gervinus "och für lange die Präsumtion überall für sich haben, wo er von dem Ver­fasser des vorliegenden Werkes nicht direct widerlegt wird.

Die erste Woche des ZoUparlamcnts.

. Berlin, 5. Mai.

Das Zollparlament hat es vertragsmäßig nur mit den materiellen In­dessen der Nation zu thun. Daß es' indessen gleichwohl nicht gewillt ist. stch lediglich als einen anders entstandenen, zahlreicheren, und öffentlich ver­handelnden Nachfolger der weiland Generalzollcvnferenz aufzuführen, bewies ^ schon durch die Art und Weise, in welcher es sich der Geschäfte bemäch- ^gte. Du die Mehrzahl der Mitglieder vom Reichstag legitimirt herüber- ^lu, so wäre an sich nichts im Wege gewesen, sofort mit der eigentlichen Arbeit zu beginnen. Nachdem am Montag die Eröffnung, am Dienstag die Präsidentenwahl stattgefunden, hätte der Mittwoch bereits dem deutschen ^olke seine Vertreter zeigen können, wie sie die Zollordnung Paragraphen I^r Paragraphen gleich fleißigen Obersteuerräthen durchnahmen. Statt dessen ^ es damit bis Montag angestanden. Die ganze erste Woche ist der Orien- ^rung und Sammlung der Parteien, kurz der polirischen Nebenausgabe des Parlaments gewidmet worden. Hierzu wirkten zusammen der Bundesrath,

Präsidium und das Haus selbst, diejenigen, welche um keinen Preis eine ^ompetenzerweiterung oder irgend eine politische Verwerthung dieser Art von ^ationalrepräsentation zulassen möchten, und jene andern, welche entschlossen '^d. sie auf alle Weise auszuweiten.

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