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Ein Gruß an die Süddeutschen.
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Jahrhunderten gewesen, wir sehen vielleicht unbefangener, als sie, was wir ihnen werth sind und wie viel sie uns werden können; und wir sind über­zeugt, fest und innig, daß sie doch alle zu uns kommen werden, und daß in wenigen Jahren ihnen selbst dieser Gedanke deutlich und lieb sein wird.

Die Eröffnung des Zollparlaments.

Berlin, 27. April.

In dreierlei Richtung hängt die hochgespannte Erwartung der Nation an dem Heuthier eröffneten Parlament, das ihre erste gesetzliche Gesammtvertretung nach dem gleichsam improvisirten Und verunglückten Versuch von 1848 ist. Die Neubildung politischer Parteien, welche mit den Ereignissen von 1866 be­gonnen, soll einen gewissen vorläufigen Abschluß finden, und aus den jetzt be­stehenden Anfängen und Bruchstücken eine nationale Gescunmtpartei sich heraus­gestalten. Das Zollparlament hat ferner darzuthun, ob und inwieweit es ein geeignetes Gefäß für die Entwickelung der Einheitsideen und Einheits­formen ist. Endlich soll durch seine Action auf die überlieferte Gesetzgebung des Zollvereins dem wirthschaftlichen Leben des deutschen Volks ein frischer mächtiger Anstoß gegeben werden.

Am wenigsten vorbereitet ist die Versammlung offenbar, der dritten dieser Aufgaben zu entsprechen, die ihre eigentliche, vertragsmäßige und nächste ist. Die Mitglieder des norddeutschen Reichstages, welche als solche auch Mitglieder des Zollparlamentes sind, haben sich ihren Wählern nicht vorge­stellt, sind von diesen nicht ausersehen worden mit irgend einer bestimmenden Rücksicht auf die Zollvereinsgesetzgebung. Eine große Zahl von ihnen ist bereit, zu gestehen, daß sie sich von heute an nicht mehr recht competent zum Mit­sprechen fühle; in das Detail der nun zu entscheidenden wichtigen, zum Theil schwierigen und verwickelten Fragen werden sie sich daher noch weniger ver­tiefen, als das der Regel nach das Gros irgend einer repräsentativen Körperschaft thut. Diese relative sachliche Schwäche des norddeutschen Haupt­corps wird auch durch keine besondere technische Force des Zuzugs aus Süd­deutschland ausgeglichen. Wir wissen ja, auf welche Schlagworte und Merk­male hin die Abgeordneten in Baiern, Würtemberg, Baden und Südhessen gewählt wurden. Mit Ausnahme eines einzelnen der badischen Vertreter, sind sie ebenfalls wegen ihrer politischen Gesinnung Und Fähigkeit, nicht als vorzugsweise berufene Kenner von Zollfragen hierher entsandt worden.

Indessen mag dies nicht gerade als Unglück angesehen werden. Ein Parlament kann nicht und braucht nicht eine Vereinigung von Interessenten und Experten zu sein. Wenn es unter dem politischen Gesichtspunkt seinen