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England und die schleswig-holsteinische Frage.
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finanziellen und vvllswirthschaftlichen Ltenntnisse, wie durch seinen unabhängigen Charakter, den er während der Neactionsjahre zu erproben Gelegenheit fand, gleich ausgezeichneter Mann. Waren die politischen Kreise Stuttgarts in den letzten Wochen ganz von dieser Episode in Anspruch genommen, so ist zu er­warten, daß sie sich gekräftigt zugleich durch den Sieg der liberalen Sache mit größerer Energie als bisher der allgemeinen vaterländischen Sache zu­wenden werden. ^.

England und die Meswig-Holstewische Frage.

London, den 11. Februar.

Die Gefahr einer thatsächlichcn Einmischung Englands in die schlcSwig-holstei­nische Angelegenheit ist vorläufig beseitigt. Palmcrston war zu einer solchen ent­schlossen, aber seine Absichten wurden vereitelt. Die Königin wandte sich an Lord Derby, die Torics faßten unmittelbar vor Eröffnung des Parlaments den Beschluß, dem Cabinet die Mittel zur Unterstützung Dänemarks gegen Deutschland zu ver­weigern, und so mußte der Premier nvthgcdrungcn seine Neigung unterdrücken.

Indeß hatte die Lage der Dinge in den Stuudcu vor und nach Eröffnung des Parlaments noch immer ihr Bedenkliches. Der Entwurf zur Thronrede enthielt einen gegen Deutschland gerichteten Passus, und dieser wurde zwar im letzten Mo­ment gestrichen, aber die Lücke, die dadurch entstand, lag so vffen und bloß vor aller Augen da, daß man sie auf den ersten Blick gewahr werden mußte, und daß infolge dessen sich allerlei Gerüchte verbreiteten, von denen das am sichersten auf­tretende seinen Gegenstand in den höchsten Sphären hatte.

Das Wahre an diesen Gerüchten war Folgendes. Erstens kannten die Minister die Absicht der Torics und dann sahen sie sich in der Erwartung betrogen, der eng­lische Gesandte in Berlin werde dort noch eine Wendung in ihrem Sinne, wenig­stens eine neue Frist zum Besinnen für Däunemark durchzusetzen im Stande sein. An Tage vor Eröffnung des Parlaments wartete Russell von Stunde zu Stunde aus solche Kuudc. Am Abend aber erhielt er die ziemlich unzweideutige Erklärung Bismarcks, daß Preußen sich, wenn der Krieg ausgebrochcn sei, nicht mcbr au das londoner Protokoll gebunden halten wcrdc, und jctzt sich durch drohende Worte ge­gen Deutschland zum Einschreiten für Dänemark zn verpflichten, mnßtc sehr bedenk­lich und um so bedenklicher erscheinen, als man die Erklärung der Torics zu fürch­ten hatte. Dcr gcdachte Passus wurde infolge dessen ausgemerzt.

Zu derselben Zeit aber sandte Palmerston derTimes" einen Artikel ein, in dem es unter andern Vorwürfen gegen Preußen und Oestreich hieß - noch im letzten Augenblick habe England den deutschen Mächte»verbürgen" wollen, daß Däne­mark ihren Forderungen auf Rücknahme der Novcmbervcrfasfung nachkommen werde; aber selbst dieses äußerste Zugeständnis) sei vergeblich gewesen. Dieser Artikel hatte den Zwcck, die Herren, welche im Parlament für Deutschland sprechen wollten, irre zu machen, und dies gelang wirklich, wenigstens thcilwcise, doch ohne besondern