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Beethoven und die Ausgaben seiner Werke : Beethovens Werke, in der Ausgabe von Breitkopf und Härtel. 2.
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kritischen Hilfsmittel erheblich erweitert haben. Alle Vorbereitungen dieser Art, für musikalische Publicationen nickt gerade gewöhnlich, sind, wie viel Zeit, Mühe und Kosten sie auch erfordern, von den Verlegern in einer Weise unternommen und gefordert, welche Zeugniß dafür ablegt, wie hoch sie ihre Aufgabe gefaßt und wie wohl sie Art und Bedeutung derselben begriffen haben.

Zur Verwerthung des kritischen Apparats bedarf es aber kritischer Herausgeber. Es kam daraus an. Männer zu finden, welche mit gründlicher musikalischer Bildung und inniger, bis ins Einzelnste dringender Vertrautheit mit Beethoven, die man bei tüchtigen Musikern heutzutage wohl voraussetzen darf, auch allgemein ästhetisches Verständniß, Tact und Jnstinct für das Richtige, Gewissenhaftigkeit in Beobachten und Feststellen der Ueberlieferung, wissen­schaftliches Interesse an der methodischen Lösung jeder einzelnen Aufgabe, kurz die wesentlichen Eigenschaften vereinigten, durch welche eine erfolgreiche Hand­habung der Kritik bedingt wird. Diese Männer haben sich gefunden. Die großen Instrumental- und Vvcalcomposttionen hat Kapellmeister Nietz übernommen, der bereits durch seine Theilnahme an den Publicationen der Bach- und Händelgesellschaft, durch seine Ausgaben von Haydns Sym­phonien und Mozarts Concertarien seinen Beruf als Herausgeber be­währt und gezeigt hat, daß in ihm ein Philolog verloren gegangen ist, was sehr zu bedauern sein würde, wenn er nicht Musiker geworden wäre. Die Redaction der Kammermusik hat Cvncertmcister David, der Klavierwerte Kapell­meister Reinecke übernommen, in die Lieder haben sich Musildirector Richter, Selm. Bagge und Franz Espagne getheilt, sämmtlich Musiker, welche bekannt dafür sind, daß sie nicht blos Musiker und wohl ausgerüstet sind, im gegebenen Fall, wo Natur und Wesen der Aufgabe ebensosehr wie die vorlie­genden Hilfsmittel mit Nothwendigkeit darauf hinführen, auch philologische Kritik zu treiben. , Otto Iahn.

Der Gedanke der Personalunion.

Wiederholt und selbst Von aufrichtigen Freunden des schlcswig-holsteinischen Volkes ist in den letzten Wochen die Frage ventilirt worden, ob nicht durch das Auskunftsmittel einer bloßen Personalunion zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark beide Theile befriedigt und Zustände geschaffen werden könnten, welche Dauer versprechen. Ein Theil derer, welche darauf mit Ja antworten,

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