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Heute vor fünfzig Jahren : Erinnerungen eines Veteranen aus dem Feldzug von 1814. 2. : Meine Gefangenschaft und die Befreiung.
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einen theuren Preis. Doch gab ich in der Freude meines Herzens, wie­der einen Säbel zu erlangen, mit Vergnügen eines meiner englischen Gold­stücke hin.

Die Musik und die leipziger Coneertsaison von 18631864.

Gerade zehn Jahre sind verflossen, seitdem d. Bl. aus der Feder eiues wohlbekannten, wenn auch ungenannten Musikkenners jene Aufsätze über die leipziger Abonnementscvncerte und über die von Wagner verkündete neue Acra der Oper brachte, welche bei ihrem Erscheinen in allen Theilen des Publicums je nach ihrer Beschaffenheit und Gesinnung eine ganze Scala von Empfin­dungen hervorriefen, von dem heftigen Zorne verletzter Parteieitelkeit bis zur aufrichtigen Zustimmung und Freude an dem offnen Aussprechen und den zu Grunde liegenden künstlerischen Anschauungen.

Seitdem ist auf dem Gebiet der Musik manche neue Erscheinung aufgetaucht. Fragen wir aber nach dem Gewinn jener zehn Jahre für die Tonkunst, gleich­sam nach dem Reinertrag dieser Periode auf dem Gebiet musikalischer Produc- non, so würden wir unsre Ansprüche auf ein sehr bescheidenes Maß hcrab- slimmen müssen, wenn wir uns davon besonders lebhaft befriedigt erklären wollten, und damit möge man das lange Schweigen d. Bl. in dieser Beziehung ent­schuldigen. Die Zeit, wo ein genialer Meister nach dem andern auftrat und die Kunst in weitere und höhere Bahnen führte, ist vorüber; selbst die großen Nachgcborenen haben uns bis auf wenige ehrwürdige Häupter verlassen, als der letzte ist Robert Schumann in das Grab gestiegen. Und so lebt es in aller Bewußtsein, daß jetzt gewissermaßen eine Periode der Ruhe ist. in der es gilt, sich des Gewonnenen zu bemächtigen, des Wortes eingedenk:

Was Du ererbt von Deinen Vätern hast, Erwirb es, um es zu besitzen."

Jede Zeit, die auf eine große Schöpfungsperiode folgt, hat eine ernste Auf­gabe zu erfüllen. Der schöpferische Genius steht in seinem Bewußtsein immer allein, allein wenigstens in seinem innersten Wesen, in dem, was ganz und vorzüglich seine Individualität ausmacht, in seinem Schaffen. Er muß und wird sich eins fühlen mit seinem Volke und seiner Zeit, die Ideen, welche sich darin erzeugen, werden ihn erfüllen; aber schon die Naivetät des echten Schaffens