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der Oden endigt mit einem Liede, in welchem der Dichter sich die Unsterblichkeit vormalt. Er ist im Begriff ein Schwan zu werden, der gen Himmel auffliegen und in erhabenem Schwung über der Alltagserde hinschweben wird. Schon fühlt er, wie er Vogelgestalt annimmt. Er singt:
,,^am^'s,m "rosiällnt eruribus asporas
Teiles et album mutor in alitem LupLrne, nasermturque Isves ?er äi^itos dumsrosc^uo xlumas." Sollte der Dichter Kier vergessen haben, daß Erhabenes und Lächerliches nur durch Schrittesweite von einander getrennt sind^? „Keineswegs," sagt unser Kritiker, und wir schließen uns ihm an. „Es ist Scherz, Ironie; es ist ein Spvttgelächter über die dichterische Selbstüberhebung, durch welche er sich in den Schwan des Phöbus verwandelt wähnt." Es ist, fügen wir hinzu, ein Anflug von Humor, der bei frühern Dichtern niemals angetroffen wird, es ist Selbstverspottung ähnlichen. Stils, wie das hcincsche: „Doctor, Sie sind betrunken!"
Die Aussichten eines preußischen Bnndesresormplans.
Mehrfach wird von der wohlunterrichteten Tagespreise berichtet, daß die preußische Regierung damit umgehe, gegen den östreichischen Reformplan jetzt auch ihre Wünsche für Neuorganisation des Bundes zu veröffentlichen, und daß ein wesentlicher Bestandtheil dieses preußischen Plans ein Bundesparlament sei, welches durch directe Wahlen, aber mit einem so hohen Census der Wahlberechtigten gebildet werde, daß man aus eine conservative Versammlung zu hoffen berechtigt sei.
Wahrscheinlich denkt Herr v. Bismarck durch einen solchen Plan nach zwei Seiten Eroberungen zu machen, einmal die conservativen Stimmungen deutscher Regierungen für sich zu gewinnen, dann aber, wenn das Project wirklich zur Ausführung kommen sollte, durch ein von dem Bund sanctionirtes Wahlgesetz und durch ein diesem entsprechendes Parlament eine Aufhebung solcher Wahlgesetze der einzelnen Staaten durchzusetzen, welche gegenwärtig eine abscheuliche liberale Majorität bewirkt haben. Denn auch das Dreiclassen-