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eigenen Augen gesehen hat, und wenn die Maßregeln, welche- die preußische Regierung zum Schutze ihrer Interessen an den östlichen Grenzen ergriffen hat, in Berlin und am Rhein Anstoß erregen, wo die Leute in Sicherheit hinter dem grünen Tische rechnen, so werden sie dort dankbar anerkannt, wo das Damoklesschwert über den Häuptern schwebt.
Leipzig und die Turner.
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Das Fest ist beendigt. Wie -die Blume, nachdem sie alle ihre Reize entfaltet hat, allmälig welkt und eines ihrer Blätter nach dem andern verliert, so entkleidet sich die Stadt allmälig ihrer Fahnen, und eine gewisse Müdigkeit, ein herbstliches Wesen tritt an die Stelle der mächtigen Anspannung aller Organe geistigen und körperlichen Arbeitens und Genießens, welche die Feier in Anspruch genommen.
Unsre Gäste haben uns größtentheils verlassen, und nur hier und da schlendert noch eine schlanke Graujacke durch die Gassen. Die treuverdienten, bis tief in die Nächte hinein beschäftigt gewesenen Mitglieder der Ausschüsse legen Frack und Schärpe ad und gedenken einen langen Schlaf zu thun. Der Mittelmann bezieht wieder seine gute Stube, der Arme braucht nicht mehr in der Küche zu schlafen. Der Speculant überzählt vergnügt seinen Gewinn. Die Kinderwelt verlernt nach und nach das „Gut Heil!" das sie grüßenden Turnern abgehört. Der Himmel darf wieder Wolken sammeln und Regen ergießen. Während man in den Festtagen nur Augen und Worte für die großen Züge der Feier hatte, erzählt man sich jetzt auch die zahlreichen kleinen. Die alltägliche Arbeit tritt wieder in ihre Rechte, auch die Kritik; aber ihr Urtheil lautet nach wie vor: Ueber alle Erwartung wohlgerathen, kein Mißton in der Harmonie der Kräfte, die hier ohne andern Zügel als den der Selbstbeherrschung auf engem Raum und bei vielfacher Gelegenheit gegen einander zu prallen, sich in hoher Erregung tummelten. Wie die scheidenden Gäste die Straßenecken und Seite auf Seite des Tageblattes mit Danksagungen bedecken, so wissen ihre Gastgeber nur Gutes von ihnen zu berichten. Im besten Sinne
Grenzboten. III. 1863. . 34