455
und Fluch und Greuel. Ich mochte nicht daran rühren. Es war, als sollte -ich Gräber aufreißen und meinen Spaß mit Todtengebeinen treiben."
Reuters gute Natur hat dies überwunden. Selbst sein Unglück ist zum Gewinn für ihn und uns geworden. Wir sehen, wenn wir sein Buch lesen, allerdings in ein Grab und eine schmachvoll gemordete Jugend darin, aber über dem Tode schwebt, die düstere Erscheinung verklärend, sie mit Blumen verhüllend, Haß und Fluch versöhnend, der ewig heitere Genius des Humors, und statt zu trauern freuen wir uns der Fügung, die den Dichter auf diesem Wege für sein Volk erzog.
I Zkssi'N.^
Mac Clellml und die Potmnac-Armee.
3. Die Schlachten vor Richmond.
- Wir haben die Armee Mac Clellans am Chitahominy, fünf englische Meilen von Richmond verlassen, und zwar in ziemlich unbequemer Lage, einem täglich sich verstärkenden Feinde gegenüber und ohne Hoffnung, selbst bedeutende Verstärkung zu erhalten. Im Folgenden lassen wir unsern Verfasser die Folgen dieser Verhältnisse erzählen:
„Wenn wir nur angegriffen werden und eine Defensivschlacht liefern konnten," hörte ich mehrmals sagen, „so würde das der halbe Sieg sein." Man bekam, was , man wünschte. Es war der Feind, der zuerst angriff. Am 31. Mai machte er aller Ungewißheit ein Ende, indem er sich mit seinen ge- sammten Streitkräften auf die Potomac-Armee stürzte. Der blutige Zusammenstoß, welcher am Abend dieses Tages und am Morgen des nächsten stattfand, hat den Namen der Schlacht bei Fairo-aks erhalten.
Im Augenblick dieses Angriffs nahm die Bundesarmee eine Stellung von der Gestalt eines V ein. Die Basis des V ist die Bottom-Bridge, wo die Eisenbahn den Chikahominy überschreitet. Der linke Schenkel streckt sich nach Richmond mit der Eisenbahn und der Straße von dieser Stadt nach Williamsburg. Hier befand sich der linke Flügel, in vier Divisionen formirt, die staffelförmig hinter einander aufgestellt waren und zwischen den Stationen Fairoaks und Savage in dem Walde zu beiden Seiten der Straße