Beitrag 
Die großdeutsche Versammlung in Frankfurt a. M.
Seite
248
Einzelbild herunterladen
 

248

sind; und das; Herr Onno Klopp, der in seiner Heimath genau denselben Ru hat, einen Platz darauf gefunden hatte, war offenbar ein bloßer Mißgriff der weniger geriebenen hannoverschen Junker, für den ihre süddeutschen Vettern nicht verantwortlich zu machen sind.

Auch in der Versammlung und bei den verschiedenen Wahlen ließ sich durchfühlen, wie sehr die Lenker sich vor der öffentlichen Erscheinung dieser Bundesgenossen fürchteten. Sie hätten sicherlich viel darum gegeben, wenn sie auch dem Pfarrer Michelis aus Münster, den man schon aus dem Kölner Kirchen­streit kennt, ein Schloß hätten auf den Mund legen können. Denn da doch Preußen noch nicht aus Deutschland hinausgeworfen ist, welchen Eindruck soll es machen, wenn ein Preuße die Frechheit hatte, seine Rede ganz vergnügt

mit dem Satze zu beginnen:Ich bin ein Preuße ..... na, ziehen Sie nur keine

Gesichter!" oder wenn er den großdcutschen Verein, der jetzt endlich in die sündige Welt kömmt, alsden guten Genius Preußens" bezeichnet? Da wären die beiden- Reichensperger doch zehnmal willkommener gewesen, als so ein ultra­montaner Kaplan, aus dem das innere Feuer unaufhaltsam hervorbricht.

Die Bildung, einer deutschen Torypartei ist im Ganzen unleugbar ein Fortschritt unseres politischen Lebens. Schon an sich ist sie eine Huldigung für die Idee der nationalen Einheit; und indem sie mit einem noch so arm­seligen Reformbekenntniß auftritt, ist sie zugleich eine Anerkennung des so lange geleugneten Bedürfnisses der Reform. Den Anhängern der wahren Reform verschafft sie den Vortheil, daß ,ihre Feinde.nunmehr auf einem einzigen Punkte alle zu treffen sind. Endlich aber dürfen wir auch wohl erwarten, daß die Nothwendigkeit öffentlichen Auftretens und Handelns aus diese Virtuosen der Politik der Höfe und der Beichtstühle ihren erziehenden Einfluß nicht ver­fehlen werde, wie sie sich ja auch schon in Frankfurt vielfach liberaler geriren mußten, als ihnen ums Herz war.

General Wilhelm von Willisen.

Nach Auszügen aus den Tagebüchern desselben.

.B?!^^ 'k^>>! ^ ,4.',,! ^,^^>> ' >, ^ ,

Nachdem Willisen die Stellung bei Jdstedt eingenommen, beschäftigte er sich zunächst damit, die Truppen zu üben (was bei deren eiligem Zusammen­treten sehr nöthig war) und die Position zu studiren und zu verstärken, so viel dies die beschränkten Mittel und die kurz gemessene Zeit zuließ. Man nahm einige Stauungen vor der Front vor und errichtete einige kleine Schanzen bei Wedelspang, Jdstedt und Solbro; aber was die Stellung hier an Stärke