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hat noch keine Uebersetzung erreicht. Ja selbst die Prosa bietet zuweilen gelungene Beispiele. Cicero schildert in seinem Buche über das Greisenalter das allmälige Hinschwinden desselben mit den Worten: sensiin siue sensu sein?- seit ssiwetus; es ist unmöglich eine Uebersetzung zu finden, die die sanfte Allitteration, die in dem wiederholten s und den dumpfen Klang, der in dem n liegt, wiedergäbe.
Das Gesagte wird zu dem Beweise hinreichen, daß Laut und Begriff der Wörter sich keineswegs so fern stehen, als es im Allgemeinen den Anschein hat, ja daß wir allen Grund haben zu vermutben, daß beide ursprünglich überall con- gruent gewesen sind. Ferner haben wir gesehen, daß je nach dem Charakter eines Volkes die lautlichen Verhältnisse sich anders gestalten und zwar so, daß in dem Charakter der Laute sich der des Volkes wiederspiegelt. Endlich fanden wir, daß in der Sprache des Gefühls, in der Poesie, die ursprüngliche Harmonie oft zur Geltung kommt, aber bei einer Übertragung in eine andere Sprache in der Regel verloren geht.
Aus der Kanzlei eines Bischofs am Ansang des vierzehnten
Jahrhunderts.
Das Formelbuch des Domherrn Arnold von Protzau; Namens des Vereins für Geschichte und Alterthümer Schlesiens herausgegeben von Dr. W. Wattenbach, eoä. <lip1. Liles. V.
Es wäre vielleicht rathsam gewesen, zu verschweigen, daß es sich hierum einen Band eines Loä. äipl. handelt, um nicht Jemanden bei dem Gedanken erschrecken zu lassen, daß ihm hier eine Urkundensammlung zur dauernden Lec- türe empfohlen werden solle. Gibt es doch noch genug Leser, die sich, wenn sie ein solches Buch nur nennen hören, eines Schauers von Langeweile nicht erwehren können, und die Jeden, der sich für ein solches wirklich interessirt, mit einem ähnlichen Gefühle scheuer Verwunderung betrachten, mit dem wir als Kinder begabtere Mitschüler Schieferstifte oder gar Glas verspeisen sahen, und die bei solchen eine absonderliche Organisation nicht weniger voraussetzen als bei denen, die den Messias ganz gelesen zu haben vorgeben, oder Raupachs