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Bilder aus der russischen Gesellschaft. 4. : Die Kirche. - Geistliche. - Das Troiza-Kloster.
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Bilver aus der russischen Gesellschaft.

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Die Kirche. — Geistliche. — Das Troiza-Kloster.

Die russische Kircke unterscheidet sich von der griechischen und der allge­meinen morgenländischcn bekanntlich nicht durch die Lehre, sondern nur durch die Hierarchie. Sie steht in freundlicher Beziehung zu dem Patriarchen von Konstantinopel, wird aber durch eine aus Metropoliten und Archimandriten zusammengesetzte, in Moskau residirende „heilige Synode" regiert, die unter Oberaufsicht des Kaisers steht. Letzterer läßt sicb bei ibr durch einen Prvcura- tor vertreten, ein Amt, welches jetzt von Murawicff, dem gelehrten Verfasser einer Geschichte der russischen Kirche, eines Werks über den Ritus derselben und einer Reisebeschreibung, welche die heiligen Orte Palästina's schildert, ver­sehen wird. Murawieff hat den Rang eines Kammerberrn, und dieser ist dem eines Cavaleriegcnerals gleich, was deshalb hier erwäbnt wird, weil daher die geistreichen Bemerkungen englischer und französischer Blätter stammten, nack denen die Leitung der russiscben Kirche in den Händen eines Reiterossizicrs war, welcher die Gewvbnbeit hatte, in Kürassierstiefel»» in die Synode zugeben und die Bischöfe und Erzbischöfe im echten Kasernenstyl zu behandeln.

Obwohl die russische Kirche in der Bedeutung, welche sie dein Ceremvniell beilegt, in der Ohrenbeichte und einigen anderen Beziebungen der römisch-katho­lischen gleicht, hat sie doch i» vielen andern Dingen größere Aehnlichteit mit der englischen Hochkirche, und so konnte es geschehen, daß unter Peter dem Großen und Wilhelm dem Dritten Unterhandlungen zwischen englischen Bi­schöfen und der russischen Synode angeknüpft wurden, die den Zweck hatten, die beiden Kirchen zu vereinigen oder sicb doch zu nähern. Diese Verhandlungen versprachen Erfolg, und nachdem verschiedene Episteln gewechselt worden, blieb für die Engländer nur noch ein Anstoß zu erledigen, der Bilderdienst der Rus­sen. Auch über diesen hatte sicb die Moskauer Synode bereits zufriedenstellend erklärt, als das Prvject eines Bündnisses plötzlich ins Stocken gerieth, indem Peter der Große mit Tode abging.

Nun ist bekannt, daß die russische Kirche kein Dogma kennt, welches die Anbetung der Bilder oder die Verehrung derselben selbst gebietet. Ja der Katechismus des jetzigen Metropoliten von Moskau warnt gegen diesen Miß­brauch ausdrücklich. Indeß läßt sicb das in allen ungebildeten Völkern steckende Heidenthum hier durch Katechismen so wenig verbannen, als anderswo, und so geschieht es, daß hier ebenso wie anderswo, und zwar nicht blos von